Muskelkater ade! So gibt’s keine müden Beine nach dem Wandern

HAUSMITTEL UND NÜTZLICHE TIPPS

Vom Haaransatz bis zu den Zehenspitzen spüren Sie ihn, den Muskelkater. Jede Faser, Pore und Sehne des Körpers schmerzt, und am liebsten würde man den ganzen Tag auf der Couch verbringen. Sie kennen es? Das Eurohike-Team kann Abhilfe schaffen mit wertvollen Tipps und ein paar alten Hausmitteln. Dann gibt’s nach der nächsten Wandertour sicher keine böse Überraschung beim Aufwachen am nächsten Morgen!

Bergschuhe wandern

Gut zu wissen: Der Ursprung des Muskelkaters

Ohne „Wadeln“ können wir nicht gehen, laufen oder springen. Sie sind wichtige Elemente des Bewegungsablaufes und essentielle Muskelgruppen für alle Wanderer. Bei ausgiebigen Wander- und Trekkingtouren werden die Füße und Waden besonders beansprucht. Die insgesamt 1.700 Nervenzellen und über 90.000 Schweißdrüsen dienen den fleißigen Füßen zur Temperaturregelung.

Nicht verwunderlich also, dass sich bei intensiver Belastung kleine Risse in den sogenannten Z-Scheiben im Muskelgewebe bilden können. Die Entzündungen, die durch diese kleinen Einrisse entstehen, führen durch Eindringen von Wasser zum Anschwellen des Muskels. Nach 12 bis 24 Stunden beginnt der Körper, diese kleinen Verletzungen im Muskel und die darin gebildeten Entzündungsstoffe auszuspülen. Der Muskelkater zeigt sich in seiner vollen Pracht.

Die Vorbereitung

Zunächst sollte jedem motivierten Wanderer klar sein, dass der Weg das Ziel ist und dass eine gute Grundkondition das A und O für jede längere Wandertour darstellt. Versuchen Sie, sich selbst richtig einzuschätzen, und übernehmen Sie sich nicht gleich am Anfang.

Der Tipp: Suchen Sie einen Wanderpfad, der zu Ihnen passt! Das Eurohike-Team hilft Ihnen gerne dabei!

Ausgiebiges Dehnen vor und nach der Wanderung sowie regelmäßig zwei Mal die Woche Krafttraining schaffen eine solide Basis für Wandertouren. Zudem darf die benötigte Ausdauer nicht unterschätzt werden.

Sollten Sie bereits während der kalten Wintermonate regelmäßig Sport treiben, ist das die beste Voraussetzung für einen gelungenen Start in die neue Wandersaison.

Alle Wintermuffel, die die vierte Jahreszeit gerne drinnen verbringen, sollten sich spätestens im Februar aufraffen und mit der Vorbereitung beginnen.

Planen Sie eine Trekking-Tour ins hohe Gebirge? Dann sollten Sie neben Ihren Muskeln auch Ihre Atmung und Lunge trainieren. Vergessen Sie nicht, dass auf 2.500 Metern über dem Meer ein anderer Sauerstoffgehalt in der Luft herrscht als auf 1.000 Metern.

Wanderschuhe Fluss

Was bei schmerzenden Füßen hilft

Bergfexe wissen es natürlich, Hobbywanderer vielleicht nicht: Auf das Schuhwerk kommt es an! Gut geschnürt und besohlt durch die Landschaft zu wandern, ist das Um und Auf! Vor allem bei längeren Wanderungen sollten Sie Wanderschuhe tragen, die Ihnen perfekt passen.

Sie haben sich neue Wanderschuhe gekauft? Wie schön! Dann tun Sie Ihren Zehen, Fersen und Gelenken etwas Gutes und gewöhnen Sie sie erst an die neuen Treter. Es wäre doch zu schade, wenn die erste Wanderung im Frühling von schmerzhaften Blasen und Druckstellen überschattet würde.

Wanderschuh

Ein weiterer Tipp: Probieren Sie Wadenwickel!

Vorbeugen nach der Wanderung: Legen Sie sich feuchte und kühle Tücher um die Waden. Vor allem nachts oder während einer Ruhephase ist die Gelegenheit dazu ideal. Unterstützend helfen auch Gel-Packs aus dem Kühlschrank! Vorsicht: Die eiskalten Packs nie auf die nackte Haut legen! Wickeln Sie sie vorher in ein Tuch!

Übrigens: Auch Hochlegen und Einreiben kann wahre Wunder bewirken!

Darüber hinaus können Sie Ihren Füßen auch eine kleine „Regenerationskur“ gönnen, und zwar in einem lauwarmen Fußbad. Dank basischen Zusätzen werden nicht nur die heißen Füße abgekühlt, sondern das Bad ist auch gesund. Es entsäuert den Körper, denn bekanntlich gelten die Füße auch als „dritte Niere“.

Tipp: Was bei heißen Wandertagen sonst noch zu beachten ist, erfahren Sie hier!

Vorbeugen ist die halbe Miete

Füße, die fleißig wandern, brauchen auch viel Pflege und Fürsorge. Regelmäßiges Eincremen, vor allem mit speziellen Fußcremes, verhindert, dass die Füße austrocknen und die Haut rau und rissig wird. Hornhaut sollten Sie bei jedem Duschgang vorsichtig mit einem Bimsstein oder Hornhautschwamm entfernen. Zusätzlich ist es wichtig, die Nägel zu pflegen. Bei ausgiebigen Wandertouren empfiehlt die Eurohike-Redaktion kurz geschnittene Nägel, um unnötige Druckstellen im Schuh zu verhindern! Denn es ist das Unangenehmste der Welt, Druck und Reibung im Wanderschuh zu spüren. Passieren kann es trotzdem. Im Idealfall haben Sie in Ihrem Wander-Notfall-Täschchen ein Blasenpflaster und können dies sofort auf die jeweilige schmerzhafte Stelle kleben.

Kein Pflaster griffbereit? Dann versuchen Sie spätestens bei der nächsten Pause oder bei Ankunft im Tal, den Druck mittels einer kalten Kompresse zu lindern. Dazu tränken Sie einfach ein Handtuch in eiskaltes Wasser mit ein wenig Salz. Und voilà – die Schmerzen lindern sich im Nu!

Gut zu wissen: Vermeiden Sie das Aufstechen von Blasen. Dabei können Keime in die offene Wunde eindringen und sie kann sich infizieren.

Der altbewährte Tipp von alten Wander-Freunden: sich die Füße mit Vaseline oder Babypuder einreiben.

Drei Top-Hausmittel zur Blasen-Bekämpfung:

  1. Grüner Tee

Grüner Tee ist nicht nur als Getränk gesund, sondern hat auch eine entzündungshemmende Wirkung. Er enthält viele Antioxidantien und Vitamine, die die Wundheilung beschleunigen. Einfach bei mehrtätigen Wanderungen ein paar Teebeutel einpacken, kochen und ein Tuch mit dem Sud tränken.

  1. Aloe Vera

Nicht nur bei Sonnenbrand, sondern auch bei Blasen ist Aloe Vera das Allheil-Wundermittel schlechthin. Durch das Auftragen des Pflanzensekrets wird der Heilungsprozess beschleunigt, die Entzündung bekämpft und die Haut mit Feuchtigkeit und wichtigen Nährstoffen versorgt.

  1. Teebaumöl

Dieses Mittel darf in keinem Haushalt und keiner Wander-Apotheke fehlen! Teebaumöl ist die Wunderwaffe für alle Hautprobleme. Die antibakteriellen Eigenschaften des Öls sorgen bei Blasen für schnelle Heilung und Schmerzfreiheit.

Tipp: Lassen Sie das Öl circa zehn Minuten einwirken. Wiederholen Sie dies so lange, bis eine Heilung sichtbar ist. 

 

Hier finden Sie weitere nützliche Helferlein auf einer Wanderung!

 

Mit all diesen Tipps sind Sie für die kommende Wandersaison bestens gerüstet. Und sollte doch mal der Muskelkater kommen: Freuen Sie sich! Weshalb? Sie haben sich und Ihrem Körper etwas Gutes getan. Zudem wurden Muskelpartien zum Wachsen angeregt.

 

Robi auf dem Fahrrad
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