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Die richtigen Wanderschuhe

Bergschuh, Multifunktionsschuh oder beides? Entscheidungshilfe ist gefragt!

Es gibt sie in allen Formen und Größen. Ob fürs Wandern im Hochgebirge, zum Eisklettern oder für einen Trekkingausflug: Die Wanderschuhe sind das Um und Auf, damit man gut geschnürt durch die Bergwelt schreiten kann. Denn wandern ist wunderschön, befreiend und tut einfach gut. Jedoch nur dann, wenn nichts zwickt, brennt, schürft, schmerzt... Das passiert nämlich, wenn das Schuhwerk einfach nicht richtig sitzt. Sei es weil schlichtweg der falsche Schuh für die jeweilige Wanderung gewählt wurde oder weil die Schuhe ganz einfach schon veraltet sind. Wir wollen Ihnen deshalb ein paar wichtige Tipps geben, die Sie vor einem schmerzvollen Wandererlebnis mit Sicherheit bewahren.

 

Welcher Schuhtyp?

Vom Freizeitschuh bis zum klassischem Bergstiefel

Berg- bzw. Wanderschuhe werden in verschiedene Kategorien unterteilt. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich in Halt, Stützkraft und Schutz vor Feuchtigkeit. Für gemütliche Wanderungen reichen gute Freizeitschuhe oder leichte Wanderstiefel vollkommen aus. Sind Sie jedoch auf steinigerem Untergrund oder auf anspruchsvollen Wanderwegen unterwegs, lohnt es sich, sich einen klassischen Wanderstiefel oder Trekkingstiefel zuzulegen. 

Das Meindl-Kategoriensystem: Mit dem perfekten Schuh auf die passende Tour

A, B oder C? Das übersichtliche Meindl-System des bayerischen Schuhherstellers teilt das Sortiment der Wanderschuhe in sechs Kategorien ein.

  • Kategorie A: Freizeit- und Wanderschuhe sowie Speed-Hiking und Zustiegsschuhe (aufgrund des niedrigen Schafts)
  • Kategorie A/B: Wanderstiefel
  • Kategorie B: Trekkingstiefel
  • Kategorie B/C: schwere Trekkingstiefel
  • Kategorie C: Bergstiefel
  • Kategorie D: Bergstiefel/Expeditionsstiefel

Als kleine Orientierungshilfe: Für Bergneulinge ist es ratsam, einen Schuh aus den höheren Kategorien zu wählen. Der Stiefel bietet dann nicht nur eine größere Reserve, sondern aufgrund der Schafthöhe auch mehr Sicherheit für den Knöchel.

Welche Anforderungen muss ein guter Wanderschuh generell erfüllen?

Am wichtigsten, das steht außer Frage, ist die Sicherheit die Ihnen ein Wanderschuh geben muss. Das bedeutet zu allererst, dass der Schuh perfekt sitzt und den nötigen Halt gibt, egal ob auf flachem oder steilem Gelände. So können Sie ein mögliches Umknicken vermeiden. Dafür sorgt die richtige Größe, die ideale Passform und natürlich auch das jeweilige Material. Ein stabiles, robustes Material aus Leder oder Gore-tex gibt nicht nur von innen Halt, sondern schützt den Fuß auch vor Außeneinwirkung wie Felststücken, Steinen oder beispielsweise Ästen. 

Für stabilen Halt sorgt auch die richtige Schnürung. Welche Technik sich dabei am besten eignet, haben wir bereits für Sie recherchiert!

Ihr idealer Wanderschuh sollte unten Ösen bzw. Schlaufen und in Höhe des Knochels offene Häkchen haben. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass Sie die Schnürsenkel am Schuh gut verstecken können, damit Sie beim Wandern nicht versehentlich über sie stolpern. Es sollte fest, aber nicht zu fest geschnürt werden, um Blasen, Einschneiden oder sogar Abschürfungen zu vermeiden.

Außerdem muss die Sohle unbedingt rutschfest sein, da Sie beim Wandern oft unterschiedlichen und vor allem wechselnden Bodenbeschaffenheiten ausgesetzt sind. Für Rutschfestigkeit sorgt eine qualititivhochwertige Gummiprofilsohle, die Sie schützt und noch dazu sehr lange haltbar ist.

How to: So wird der Wanderschuh passend gemacht

Neben der perfekten Passform des Wanderstiefels ist es auch gut zu wissen, wann es Zeit für ein neues Paar wird. Nicht nur die klassischen Abnutzungsspuren sind ein Indikator dafür, dass es Zeit für neue Schuhe wird. Auch das Profil der Sohle darf nicht unterschätzt werden.

Ist die Unterseite der Wanderschuhe schon sehr abgenützt, haften die Bergschuhe nicht mehr ideal bei Rollsplit, und die Sturzgefahr ist höher.

Was müssen Sie beim Kauf Ihrer Wanderschuhe beachten?

Wichtig ist es, auf die Qualität zu achten. Das ist zwar eventuell eine höhere Investion, aber Sie investieren damit in Ihre Fuß- und Beingesundheit und gehen sicher, dass Sie sich über ein wunderschöne Wandertour freuen können. Eine weitere Kaufentscheidung ist natürlich auch Ihre Routenwahl. Wandern Sie eher auf flachem oder steilem Gelände? Oder vielleicht beides? Wenn Sie es gemütlich angehen, reichen leichte, halbhohe Wanderstiefel aus. Sind Sie in unterschiedlichem Gelände unterwegs, empfehlen wir etwas solideres bzw. unterschiedliches Schuhwerk.

Aber keine Sorge, Sie finden garantiert den richtigen Schuh. Wenn Sie sich in einem Fachgeschäft beraten lassen und sich Zeit für die Auswahl nehmen, kann nichts schief gehen. Nehmen Sie auch gerne Ihre vielleicht schon vorhandenen Wanderschuhe mit und lassen sie vom Experten checken. Manche Schuhe haben bereits ausgedient und geben keinen Halt mehr. Aber vielleicht ist der bereits eingegangene Wanderschuh noch komplett tauglich und muss gar nicht ausgetauscht werden.

Tipp: Sollten Sie einen Schuh aus Leder wählen, ist es wichtig, den Schuh zu weiten und dem Lederpaar ruhig etwas Nässe zuzutrauen. So passt sich der Schuh schneller dem Fuß an!

Alles Wissenswerte rund um den Bergschuh

Ein Bergschuh passt nur dann wie angegossen, wenn Sie die richtige Schuhgröße, Form und Breite für Ihren Fuß gefunden haben. Und wie bei den meisten Schuhen sollte man auch die neuen Bergschuhe nicht gleich bei der ersten ausgiebigen Tour anziehen. Die Stiefel müssen als Allererstes einmal richtig eingelaufen werden. Zudem sollten Sie beim Kauf der Schuhe auch gleich die passenden Socken anprobieren. Die speziellen Wandersocken sind meist höher als normale und an wichtigen Fußstellen verstärkt. Das Material aus Merinowolle oder einem Mischgewebe lässt den Fuß atmen und sorgt für verringerte Schweißbildung im Schuh. Und wo wenig Feuchtigkeit ist, haben Blasen auch keine Chance!

Prinzipiell sollten Sie immer auf die richtige Wanderausrüstung Acht geben. Lesen Sie hier, welche Utensilien die perfekte Wanderausrüstung auf jeden Fall beinhalten sollte.

Sie sehen, der Wanderschuh ist eines der wichtigsten Kriterien, damit die Wanderung zum Erfolg wird. Denn mit schmerzenden Füßen möchte kein Bergfan im Gebirge unterwegs sein!

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