Auf der letzten Etappe gibt es zahlreiche Wege. Sie dürfen sich darauf verlassen, dass ich die schönsten Routenführungen für Sie ausfindig mache. Für mich bedeutet das: genaues Kartenstudium und vor allem, mehrere Varianten selbst auszuprobieren. Das kann ein paar Tage dauern, aber genau das macht meinen Job so spannend, und ich bin jedes Mal aufs Neue motiviert, bei der Erarbeitung neuer Reisen die eindrucksvollsten Orte zu entdecken.
Das Schlechtwetterprogramm nehme ich mir gleich am ersten Tag vor, denn in höheren Lagen ist es etwas neblig. Also wandere ich auf dem Jakobsweg, vorbei an einem Wasserfall, gemütlich durch Felder und Wälder und erreiche bald Sterzing. Mit dem Zug pendle ich zurück nach Gossensass – voller Vorfreude auf den nächsten Tag, an dem ich die Standardroute erkunden werde.
Heute werde ich mir die Route von Gossensass direkt auf die Vallmingalmen ansehen. Der Aufstieg im Wald ist sehr nett und ich habe die Möglichkeit, direkt im Ort zu starten. Die kleine Hüttensiedlung der Vallmingalmen mit den sogenannten Kasern (= Almhütte) ist wirklich entzückend. Drei der Hütten sind bewirtschaftet und bieten allesamt lokale Produkte aus eigener Herstellung an. Frische Almmilch und ein köstlicher Kuchen gehören für mich bei einer Wanderrast einfach dazu. Im Gespräch mit der netten Almwirtin spinne ich bereits die Idee eines optionalen Abstechers zum Monte Cavallo, den wir als dritte Variante anbieten möchten.