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Schritt für Schritt über die Alpen

Entstehung der Alpenüberquerung von Garmisch nach Sterzing
Wanderin im Gschnitztal mit Panoramablick

Ab 2026 ganz neu im Reiseprogramm von Eurohike: die spektakuläre Alpenüberquerung von Garmisch nach Sterzing. Wie viele weitere Eurohike Originalreisen wurde auch diese höchst persönlich von Christina aus unserem Produktmanagement erarbeitet. Mit zahlreichen Ideen und voller Motivation machte sie sich auf nach Garmisch, um echte Traumwege über die Alpen zu finden und in einer ganz besonderen Reise zu vereinen. Begleiten Sie Christina auf Schritt und Tritt durch die Vielfalt der Alpen.

Wanderin im Gschnitztal mit Panoramablick

Wenn Leidenschaft zur Profession wird

Für mich als Produktmanagerin heißt „zu Fuß über die Alpen“ nicht etwa, mir den „Traum meines Lebens zu erfüllen“, wie es für viele unserer Wandergäste der Fall ist. Aus eigener Kraft über die Alpen bin ich schon mehrfach auf verschiedensten Alpinrouten gewandert. Für mich bedeutet es, eine neue spannende Wanderreise über die Alpen zu entwickeln, zu planen, zu erkunden und auszuarbeiten. Was für andere nach einem Urlaubstraum klingt, ist für mich eine schöne, handfeste, interessante und herausfordernde Aufgabe.

Lächelnde Wanderin in blauer Jacke auf hölzerner Aussichtsplattform mit Alpenpanorama und Tal mit traditionellen Gebäuden im Hintergrund.

Alpenüberquerungen bei Eurohike

Bevor ich Ihnen die neue Alpenüberquerung von Garmisch nach Sterzing vorstelle, möchte ich Ihnen einen Überblick über das bunte und variantenreiche Portfolio unserer Transalp-Reisen geben.

Bei Eurohike gibt es bereits die moderat schwierigen Alpenüberquerungen von Füssen nach Meran und von Garmisch nach Meran sowie die anspruchsvollere Variante auf dem berühmten Fernwanderweg E5 von Oberstdorf nach Meran. Letztere bieten wir auch als Mini-Transalp für Familien an. Über Bergpässe zu wandern und Landesgrenzen zu queren, von Tal zu Tal unterwegs zu sein, auf Hütten einzukehren und jeden Tag an einem anderen Ort zu übernachten, ist für mich nichts Neues. Aber immer wieder etwas Wunderbares.

Wenn ich dann das Ergebnis der ganzen Mühen zu Jahresende im Katalog und auf der Website sehe, dann freue ich mich jedes Mal aufs Neue riesig. Die neue Alpenüberquerung von Garmisch nach Sterzing ist eine unfassbar einladende und lohnenswerte neue Reise! Da will man sofort losziehen, und ich bin davon überzeugt, dass diese Tour vielen Wanderern sehr viel Freude und wunderbare Erlebnisse bereiten wird.

Die Strecke von Garmisch nach Sterzing gefällt mir besonders gut, weil man die wunderbaren Pfade hier oft ganz für sich alleine hat. Außerdem ist die Überquerung besonders „ehrlich“. Die Bergkämme werden zu Fuß überwunden und es sind kaum Transfers nötig. Umringt von echten, wilden Gebirgszügen kann man hier in ursprüngliche Natur eintauchen. Weil es hier draußen auch einmal ungemütlich werden kann, gibt es auf dieser Reise Optionen für sehr schlechtes Wetter oder zumindest einen Alternativtipp, wie man auch bei Schlechtwetter den Tag wandernd verbringen kann und die nächste Unterkunft dennoch erreicht.

Und jetzt kann es endlich losgehen. Gerne nehme ich Sie mit auf meine Erkundungstour zur Erarbeitung der neuen Alpenüberquerung, die Sie bereits auf unserer Website oder bei meinen lieben Kollegen von der Kundenberatung buchen können.

Blick ins Tal vom Sandjöchl auf die Berge und Blumen

Start in der Bayerischen Zugspitz-Stadt

Die Reise beginnt in Garmisch-Partenkirchen, der beliebten Olympiastadt am Fuße der Zugspitze. Die erste Etappe nach Mittenwald verläuft durch die beeindruckende Partnachklamm und dann am Eckbauer vorbei über den Wamberg. Der Lautersee, Ferchensee und die Laintalschlucht wirken fast zauberhaft.

Selbst wenn ich diese Etappe schon mehrmals gewandert bin, ist es immer wieder ein „Heimkommen in die geliebte bayerische Bergwelt“, die ich aus der Jugend so gut kenne. Ein Spaziergang durch den Geigenbau-Ort Mittenwald mit den buntbemalten Häusern der Lüftlmalerei lohnt sich immer und die bayerischen Brotzeiten sorgen für eine genussvolle Einkehr.

Blick auf den Partnachklamm

Durchs wilde Karwendel

Spektakuläre Höhenwege nach Innsbruck

Gut aufgewärmt von der ersten relativ moderaten Etappe, wird die Route am nächsten Tag zunehmend alpiner. Das Nationalparktaxi holt mich im Hotel ab, um mich zur Möslalm, dem Startpunkt der heutigen Etappe, zu bringen. Anfangs folge ich einem beschaulichen Bachweg, doch bald nähere ich mich den mächtigen Felszacken der Nordkette. Ein gutes Stück steige ich bergan, bis ich die Pfeishütte erreiche, einen legendären Bergsteiger-Stützpunkt für Weitwanderer und eine willkommene Einkehrstation für mich. Weiter führt die Route auf dem Höhenweg Richtung Innsbruck – auf schmalen Steigen entlang der Felswände und weitläufigen Schotterflächen, welche so typisch für die Karwendelberge sind. Tief reicht der Blick in die Bayerische und Tiroler Bergwelt.

Schotterwanderweg an steilem Berghang nahe der Hafelekarspitze mit felsigem Gelände, grünem Gras und Panoramablick auf das Inntal.

Nach einigen kleinen Scharten und Übergängen komme ich am Goetheweg in die Nähe der Hafelekar-Seilbahn an. Hier wuselt es von Turnschuhtouristen und Seilbahn-Ausflüglern. Das stört mich aber nicht, denn der Blick und die Atmosphäre sind einfach umwerfend, besonders wenn man diesen Punkt ganz aus eigener Kraft erreicht hat. Ich genieße die Nachmittagssonne und fahre erst mit der letzten Bahn ins Tal.

Unten angekommen erkunde ich die lebendige Altstadt Innsbrucks. Direkt am Inn gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten und ich freue mich auf ein gemeinsames Abendessen mit Bekannten, die ich noch aus meiner Studentenzeit kenne. Rund um das Goldene Dachl, das Wahrzeichen Innsbrucks, versammeln sich unzählige Sightseeing-Touristen. Welch Gegensatz zur Einsamkeit der Bergwelt, die ich an diesem Tag erkunden durfte!

Schwarze und braune Schafe grasen auf einer grünen Almwiese mit dramatischen Felsgipfeln des Karwendelgebirges im Hintergrund unter blauem Himmel.

Für alle Bedingungen die perfekte Route

Bei Schlechtwetter lassen wir unsere Eurohike-Gäste wortwörtlich nicht einfach „im Regen stehen“, sondern bieten eine passende Alternativroute. Im Falle von Schneeresten im Gebirge, bei Nebel und Vereisung oder bei Gewitter hat man oben auf den Wandersteigen absolut nichts verloren.

Meine Überzeugung: Wandern kann man fast immer irgendwo, nur oftmals ist es nicht möglich, auf die hohen Berge zu steigen. Wetter, Naturbedingungen oder eigene Tagesverfassung sind nicht immer optimal, um ins Gebirge aufzubrechen. Dennoch ist es häufig möglich, eine moderatere Wanderung oder eine einfachere Tal-Option machen.

Die Alternativroute über das Solsteinhaus habe ich bereits bei meinem letzten Besuch im Karwendel erarbeitet. Bei dieser Option stehen weniger Höhenmeter auf dem Programm, die Wege sind einfacher zu begehen und erfordern nicht so viel Konzentration wie auf der Hauptroute. Am höchsten Punkt gibt es auch eine urige Alpenvereins-Hütte mit köstlicher Tiroler Küche. Ich erinnere mich an die fröhlich grüßenden Wanderer und lustigen Klettergruppen, die mich beim Mittagessen gleich in ihre Runde aufgenommen haben. Ich mag die Einfachheit und Geselligkeit in den Bergen, das freundliche „Du“-Wort und den herzlichen Austausch. Der Abstieg führt direkt zur S-Bahnstation in Hochzirl. Von dort erreicht man in wenigen Minuten Innsbruck.

Die unbekannten Brenner Berge

Auf den Blumenberg und ins urige Gschnitztal

Vom Inntal geht es weiter in die Brenner Berge und somit nähere ich mich dem Hauptalpenkamm und damit dem Herzstück dieser Alpenüberquerung. Die Berge sind hoch und sehen wild, schroff und mächtig aus. Sie strahlen eine Ruhe und Naturkraft aus, sind wohl weit weniger berühmt als der Großglockner und das Matterhorn, dafür aber umso reizvoller. Seilbahnen gibt’s nur mehr im Stubaital für die Gletscherskigebiete und dann wird es ruhig. Viele Menschen kennen den Brenner nur von der Autobahn nach Italien, doch es gibt eine unglaublich vielfältige, weitläufige Bergwelt und wirklich idyllische Täler mit urigen Siedlungen.

Die letzte und einzige Aufstiegshilfe ist die Gondelbahn bei der Serles, die ich mit dem Bus ab Innsbruck rasch erreiche. Bequem gondle ich zum Panoramaplatz am Beginn des Pilgerweges. Hier treffe ich noch auf einige Wanderer, doch kaum bewege ich mich abseits der klassischen Route, wird es ruhiger um mich. Mein nächstes Ziel ist die bekannte Wallfahrtskirche Maria Waldrast, ein magischer Ort, umgeben von zahlreichen Quellen und Bächen. Die Pilgerkapelle lädt zum Innehalten ein: hell, farbenfroh und kraftvoll, fast modern wirkt das Innere auf mich, die große Klosterkirche dagegen historisch und majestätisch. Eine einladende Klostergaststätte gäbe es auch, doch ich habe noch einen weiten Weg vor mir und der Hauptanstieg liegt noch in weiter Ferne.

Kirche Maria Waldrast mit weißem Turm in Matrei, umgeben von grünen Almwiesen mit Wildblumen und bewaldeten Bergen unter blauem Himmel.

Zunächst wandere ich bis zur Ochsenalm, wo ich mich kurz stärke, bevor der Pfad steiler nach oben verläuft. Das nordseitige Kar unterhalb des markanten Blaser-Gipfels erfordert etwas Kondition. Kehre um Kehre steige ich durch Schotterflächen und Bergwiesen hinauf. Weiter oben wird das Gelände schließlich flacher. Im Blick zurück sehe ich in der Ferne die Wallfahrtskirche, wo ich eben noch war. Hier oben wächst kein Baum mehr, aber dafür umso mehr Blumen. Der Blaser gilt als „Blumenberg“ und das völlig zurecht: Eine beträchtliche Vielfalt an bunten Alpenblumen übersät die Wiesen. Eine mineralische Besonderheit des Gesteins und Bodens bietet beste Bedingungen für diese botanische Vielfalt. Oben angekommen lockt eine gemütliche Hütte mit kulinarischen Köstlichkeiten der alpinen Küche. Nach einer gemütlichen Rast lockt mich das nahegelegene Gipfelkreuz. Auf zirka 2.240 Metern Höhe erreiche ich schließlich den höchsten Punkt. Weit in der Ferne liegen das Inntal mit Innsbruck und die Brennerautobahn. Ein Abstieg durch unberührte Natur steht mir bevor: Das urige Gschnitztal erwartet mich. Nach einiger Zeit empfängt mich das kleine urige Bergsteigerdorf Trins. Der glasklare Gschnitzbach plätschert durchs Tal. Die Heustadl und Häuser sehen aus wie aus dem Märchenbuch und ich fühle mich unglaublich wohl inmitten dieser herrlichen Natur.

Hölzernes Gipfelkreuz am Blaser im Gschnitztal mit Bergpanorama. Schneebedeckte Gipfel in der Ferne unter blauem Himmel mit Wolken.

Ein Alpenüberquerung auszuarbeiten ist für mich eine zutiefst erfüllende, interessante und herausfordernde Aufgabe. Ich kann es nur jedem an Herz legen, das Abenteuer einer Alpenüberquerung einmal selbst zu erleben.

Christina Keltenich
Christina Keltenich

Produktmanagement Eurohike

Über das Trunajoch ins Obernbergtal

Frühmorgens bringt mich eine 15-minütige Busfahrt zum Start der Etappe. Heute geht es hoch hinauf zum Übergang am Trunajoch. Ich folge dem Weg durch Wiesen und Weiden bis zum Beginn des steilen Steiges entlang einer Schlucht im Wald. Die Mühe lohnt sich: Der Wald lichtet sich und ich betrete ein weitläufiges Almgebiet. Die urige Trunahütte ist perfekt für eine Wanderpause vor dem Weitermarsch zum Joch. Der Moment des Ankommens am höchsten Punkt des Übergangs ist immer ein ganz spezieller Augenblick, denn hier kann man zum ersten Mal erblicken, was vor einem liegt, welches Tal nun kommt und welche Landschaft einen erwartet. Am Trunajoch sticht der kleine Lichtsee ins Auge, den ich nach wenigen Minuten erreiche. Für den Abstieg gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie entscheiden sich für die längere und sanftere Variante über die Almen, die zum Ende des Obernberger Tales zur Waldesruh führt oder sie wählen den steilen Abstieg durch den Wald. Erledigt, aber erfüllt von den vielen Eindrücken des Tages falle ich nach der allabendlichen Datensicherung der Tagestour (GPS, Foto, Audiodateien) bald in die Federn.

Türkisfarbener Bergsee umgeben von Almwiesen mit schneebedeckten Gipfeln im Hintergrund unter blauem Himmel mit weißen Wolken im Gschnitztal-Obernberg.

Was, wenn es regnet?

Bei Schlechtwetter, Nebel oder Gewitterneigung rate ich dringend davon ab, über den Alpenhauptkamm zu wandern. Als Alternativroute erkunde ich den Weg von der Serlesbahn nach Trins. Hier bietet sich der Romedius-Pilgerweg an, der vom Kloster Maria Waldrast rund um den Blaser führt. Dieser Weg ist zwar etwas weiter als die Route über den Gipfel, dafür deutlich einfacher und schlängelt sich mit geringer Steigung rund um den Berg bis nach Trins.

Diese Route ist wirklich lohnend und durchaus empfehlenswert, wenn auf der Nordseite noch Schneefelder liegen. In Trins angekommen, erkunde ich die Verlängerung bis nach Steinach im Wipptal. Ich folge dem Gschnitztaler Wasserweg durch Wiesen und Wälder, bis ich nach einer guten Stunde die mächtige Brennerautobahn-Brücke unterquere und Steinach erreiche.

Alpenpanorama bei Mieders mit bewaldeten Hügeln und Karwendelgebirge unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Der Wandertraum einer Alpenüberquerung

Die Alpen zu Fuß überqueren: Davon träumen zahlreiche Aktivreisende aus ganz Europa. Kein Wunder – denn die Alpen bieten eine landschaftliche Vielfalt, wie man sie kaum anderswo findet. Erhabene Bergketten bilden im Wechselspiel mit tief eingeschnittenen Tälern und wilden Bergbächen wahre Kraftorte und laden immer wieder zum Staunen ein. Sie möchten diese Abenteuer auch erleben? Dann entdecken Sie das vielseitiges Angebot auf unserer Website und lassen Sie sich gerne von unseren Reisespezialisten beraten!

Wie geht's weiter?

Sie möchten Christina über den Grenzkamm bis nach Italien begleiten? Dann freuen Sie sich über den zweiten Teil dieses Reiseberichts, der schon bald auf unserem Blog erscheint.

Schmökern Sie einstweilen gerne durch das vielfältige Angebot an Alpenüberquerungen mit Eurohike.

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