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Reisebericht: Wandern am Salzalpensteig in sechs Etappen

Sabrina unterwegs vom Chiemsee ins Salzkammergut


Wanderin vor herbstlichem Bergpanorama

Endlich hat das Warten ein Ende: Meine erste „Mitarbeiter on Tour“-Reise darf ich am Weitwanderweg des Salzalpensteigs für mich erkunden und das gleich auf zwei verschiedenen Abschnitten. Die ersten drei Etappen des Salzalpensteig 1 vom Chiemsee bis Ruhpolding erwandere ich gemeinsam mit meinem Freund Hannes. Die letzten drei Etappen auf dem Salzalpensteig 2 von Abtenau bis Bad Goisern darf ich mit meiner Mama entdecken. 

Gerne bringe ich Ihnen die Wanderung am Salzalpensteig in meinem Reisebericht näher!

Wanderin vor herbstlichem Bergpanorama

Perfekt gekennzeichnete Wanderpfade

Der Salzalpensteig ist auf der gesamten Strecke vom Chiemsee bis zum Hallstätter See mit grünen Bergzacken auf gelbem Grund markiert. Bei jeder Abzweigung sind zusätzlich gelbe Wegweiser und Infotafeln zum Salzalpensteig angeführt. Zudem gibt es Salzalpentouren mit blauen Zacken, welche Rundwege markieren, sowie den Salzalpenweg mit roten Zacken für Abkürzungen oder Alternativen, welchen man je nach Routenbeschreibung laut Reiseunterlagen folgt.

Viel Abwechslung mit atemberaubenden Aussichten

Am Freitagnachmittag geht es mit dem Auto los ins benachbarte Bayern an den Chiemsee – auch bekannt als das Bayerische Meer. Im Hotel angekommen, liegen auch schon die Reiseunterlagen für uns bereit. Nach einer leckeren Portion „Kasspotzn“ für mich und einem Burger mit Pommes für meine Begleitung besuchen wir unsere Partnerhotels in der Umgebung.

Samstagmorgen, pünktlich um 09:00 Uhr, stellen wir die Koffer an die Rezeption für den Gepäcktransfer. Die Wanderung beginnt für uns nach dem Frühstück entlang des Chiemseeufers auf flachen Wegen durch Naturschutzgebiete. Bald darauf wandern wir auf den Wasserturm mit Traumpanorama über den Chiemsee. Über kleine Waldwege und vorbei an Bauerngehöften geht es bis nach Marquartstein. Nach kurzer Rast im Weßnerhof fahren wir mit dem Bus weiter bis Unterwössen zu unserem Übernachtungshotel, wo das Gepäck bereits auf uns wartet.

Selfie eines Wanderer-Paars

Zweite Etappe von Unterwössen nach Bergen

Ein erster Blick aus dem Hotelfenster am nächsten Morgen: Mutter Natur meint es heute leider nicht gut mit uns – Regen, aber wir lassen uns nicht unterkriegen, schließlich haben wir uns für jede Witterung vorbereitet! Wetterfest geht es von Unterwössen über den Richard-Strauß-Höhenweg durch Kuhweiden und Forststraßen. Direkt unter den steilen Flügeln des Hochgern-Gipfels genießen wir die Teezeit in der Staudacheralm bei ca. 0° Celsius Außentemperatur. Wir folgen den Bergweiden und wandern entlang der Weißache ins Tal, bis wir nach 20 Kilometern den bayerischen Luftkurort Bergen erreichen. Von dort aus sehen wir schon den weißbedeckten Hochfelln – das Belvedere des Chiemgaus, unser morgiges Wanderziel.

Wanderer geht auf einem Holzsteg über die Wiese

Die Vorfreude steigt

Da die Wettervorhersage für den dritten Wandertag erneut Regen meldet und die Seilbahn auf den Hochfelln nur bei Schönwetter in Betrieb ist, entscheiden wir spontan beim Frühstück bis zur Mittelstation entlang der Forststraße hinaufzuwandern und der Option über die Steinbergalm zu folgen. Gesagt, getan. Nach knapp 600 Höhenmetern bei der Alm angekommen geht es wieder hinunter in den gepflegten bayerischen Ort Ruhpolding, der inmitten schönster Berglandschaften eingebettet liegt.

Am späten Nachmittag bummeln wir etwas im Stadtzentrum und genießen den letzten Abend. Somit nimmt meine erste Wanderreise am Fernwanderweg ein Ende und die Vorfreude auf den zweiten Ausflug steigt umso mehr, da ich jetzt schon weiß, was es für ein unbeschreiblich tolles Gefühl ist, so viele Kilometer mit eigener Kraft zu erwandern. Per Bus und Bahn kommen wir am Vormittag zurück zum Ausgangspunkt nach Prien und reisen mit dem Auto wieder ab nach Hause.

 

Bei traumhaftem Herbstwetter auf den Salzalpensteig 2

Die zweite Reise mit meiner Mama beginnt bereits um sieben Uhr morgens. Mein Papa fährt uns nach Abtenau im Salzburger Lammertal zum Hotel Ledererwirt, wo wir unsere Reiseunterlagen abholen und das Gepäck für den Gepäcktransfer abgeben ­– Wir wandern schließlich auch bei dieser Tour nur mit dem Tagesrucksack.
Die Wanderung geht unmittelbar los, der Nebel ist noch sehr dicht. Je länger wir entlang der Karkogelbahn wandern, desto mehr lacht uns die Sonne zu. Besser geht es kaum: Das Wetter auf unserer Herbstwanderung ist traumhaft und wir sind umgeben von enormen Gipfeln wie dem Schober, dem kleinen und großen Traunstein sowie dem Berliner Kreuz auf der Gsenghöhe im Tennengebirge. Nach über 500 Höhenmetern wandern wir durch Wald und über Wiesen bis Annaberg. Hier übernachten wir nach unserer ersten Etappe.

Kühe am Berg auf der Wanderung nach Annaberg

Tipp:

Das Berliner Kreuz auf der rechten Seite am Gebirgskamm über der Gsengalm ist einen Abstecher wert. Nach ca. 10 Minuten bietet sich eine malerische Aussicht auf Bad Goisern!

Fünfte Etappe von Annaberg zum Gosausee

Unser heutiges Tagesziel: Hinauf zur Stuhlalm, weiter über Steine und einen schmalen Wanderweg am Fuße des Gosaukammes, anschließend per Gondel hinab zum Gosausee. Diese Etappe hat es mit knapp 1.000 Höhenmetern ganz schön in sich. Zuerst wandern wir entlang des Waldweges zur Kapelle der heiligen Mutter Anna am Kopfberg. Rechts die gewaltigen Felswände des Donnerkogels und links die weite Sicht ins Tal mit den umliegenden Bergen, ein Traum für jeden Schwindelfreien.

Wir wandern weiter zur Seilbahnstation bei der Gablonzerhütte. Mit der Seilbahn unten angekommen, dürfen wir die atemberaubende Spiegelung des Dachsteingletschers im vorderen Gebirgssee bewundern. Nach einer wohlverdienten Kugel Eis geht es mit dem Bus zum nächsten Hotel.

Über den Hohen Kalmberg nach Bad Goisern

Unsere letzte Wanderung startet vom Hotel im Gmundner Salzkammergut von Gosau über die Goisererhütte. Nach einer Jause geht es gut gestärkt weiter über die optionale Route zum Gipfelkreuz des Hohen Kalmbergs am Grat entlang, vorbei an der Kalmooskirche. Kurz vor dem Berggipfel ragt der Indianerkopf, eine Felsformation, die dem Profil eines Indianers ähnelt, heraus.

Nach einigen Erinnerungsfotos am Gipfelkreuz machen wir uns auf den Rückweg über den Saurücken nach Bad Goisern. So schnell vergeht die Zeit, ist auch meine Wanderreise wieder vorbei. Sehr schade, aber ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Nach einem Stadtrundgang lassen wir den Abend ausklingen und blicken auf die traumhaften Tage zurück.

 

Fazit:

Der vielfältige Weitwanderweg ist durch die faszinierende Landschaft, Kultur und seine Salz-Orte außergewöhnlich und unvergesslich. Der Reiseverlauf wird von Tag zu Tag anspruchsvoller, über Almwiesen bis zu alpinen Landschaften vorbei an Gipfelkreuzen. Durch das reichhaltige Frühstück am Morgen meistern wir jedoch jede Etappe mit Bravour. Dabei passt der Tourencharakter „Bergwandern“ perfekt.

Trotz der Diversität der einzelnen Etappen gibt es eine Gemeinsamkeit: faszinierende Aussichten, die jeden einzelnen Wanderkilometer wert sind!

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