Die Steilküsten der Bretagne

Reisebericht von meiner Wanderreise in Frankreich

Wie jedes Jahr war auch heuer die Vorfreude auf meinen nächsten Wanderurlaub riesengroß; meine Mama und ich entschieden uns dieses Mal für die Wanderreise in der Bretagne. Mit einem Zwischenstopp in Paris kamen wir am Abend mit der Bahn in der Hafenstadt Paimpol an. Im Hotel, direkt am Hafen gelegen, wurden wir herzlich begrüßt und die restlichen Reiseunterlagen, wie Wanderkarten und Gepäckanhänger, wurden uns überreicht.

Das Besondere an unserem Anreisetag: Der 14. Juli gehört in Frankreich zu den wichtigsten Feiertagen, weshalb auf den Straßen noch bis spät in die Nacht gefeiert wurde. Auch wir wollten uns das natürlich nicht entgehen lassen. 😉 Zum Abschluss gab es noch ein großartiges Feuerwerk mit einem traumhaften Blick auf das Meer.

Etappenorte

Paimpol ist eine wirklich nette Fischer- und Hafenstadt mit vielen Geschäften in engen Seitengassen. Im Sommer finden dort mehrmals Straßenfeste entlang des Hafens statt, wo gute Unterhaltung mit Musik- und Tanzeinlagen geboten wird.

Unser zweiter Etappenort Tréguier überzeugte uns mit seinem sehr schönen Ortskern. Mitten im Ort gelegen befindet sich die Kirche, rundherum sind zahlreiche Restaurants oder Crêperien.

Jeden Mittwoch findet auch ein traditioneller Markt mit vielen verschiedenen Ständen statt, an denen man unter anderem Käse, frischen Fisch und Obst aus der Region kaufen kann.

Der kleinste Etappenort Port-Blanc zeichnet sich durch seinen steinernen Treppenaufgang zur Kapelle Notre Dame aus, welche sich halbbegraben am Hügel befindet.

Unser finales Reiseziel war Perros-Guirec. Diese Stadt ist zwar viel besucht, hält jedoch einige Highlights bereit. Die schöne Innenstadt, etwas höher gelegen, verfügt über viele verschiedene Restaurants, Souvenir-Shops und Geschäfte aller Art. Den Strandgästen wird auch sportlich viel geboten - so kann man hier zum Beispiel gut Windsurfen oder Segeln. Die hohen Wellen, welche am Abend durch die Flut entstehen, ziehen auch sehr viele Wellenreiter an.

Kulinarik

Wie heißt es immer so schön? Frankreich ist für seine ausgezeichnete Küche bekannt. Diese Tatsache können wir nur bestätigen! In dieser Woche haben wir das absolute Lieblingsgericht für uns entdeckt – Galletes. Pikante Crêpes mit Blattspinat oder Räucherlachs. Aber in einer Meerregion nicht zu vergessen auch die köstlichen Muscheln oder Fischgerichte!

Blumenvielfalt

Auch die Blumenvielfalt in der Bretagne ist unbeschreiblich schön. Durch das für Pflanzen und Blumen perfekte Klima wachsen und gedeihen diese in voller Pracht. Hortensien und riesige Allium in den verschiedensten Farben blühen soweit das Auge reicht.

Wegführung

Die Wegführung entlang der Côte d’Amour haben wir wirklich genossen. Die meiste Zeit gingen wir alleine den Weg entlang und trafen stundenlang auf keine anderen Wanderer. So konnten wir ungestört dem Meeresrauschen lauschen und die Wanderungen durch die Bretagne in vollen Zügen genießen.

Die teils eher langen Etappen waren sehr abwechslungsreich, gut beschriftet und begehbar. Großteils führte der Weg am Strand entlang, wobei das Meer unter Tags durch die Ebbe sehr weit zurückging, sodass es teilweise garnicht mehr sichtbar war.

Die Wanderreise führte uns vorbei an bunten Blumenwiesen, mitten durch die wunderschöne Landschaft Frankreichs. Besonders in den warmen Sommermonaten empfiehlt es sich gute Kopfbedeckung, genügend Reiseproviant und viel zu trinken mitzuführen, da unterwegs kaum Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind. Dies ist jedoch in den Reiseunterlagen gut vermerkt.

Zu den Highlights unserer Wanderreise gehörte unter anderem die erste Rundwanderung mit kurzer Schifffahrt zur Ile de Bréhat: Die kleine Insel bietet viele Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel die roten Granitfelsen beim Leuchtturm im Norden. Viele Besucher kommen mit Picknickkorb und Decke dorthin, um die traumhafte Kulisse der gewaltigen Felsen am Meer zu genießen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug zu den Sieben Inseln am Ende der Wanderwoche: Die verschiedenen Vogelarten waren einzigartig und faszinierend anzusehen, da diese die Inseln komplett belagern. Zum Ende der Tour kamen wir noch nach Ploumanach, wo wir an den roten Granitfelsen der Küste entlang zurückfuhren. Die Schiffstour von Perros-Guirec zu den Sieben Inseln am letzten Tag war ein traumhafter Abschluss einer abermals gelungenen Wanderreise.

Unser Fazit: Leider ging auch diese Wanderreise viel zu schnell zu Ende. Durch die blumenreiche Küstenlandschaft, die köstliche französische Küche und die guten Unterkünfte in tollen Lagen wird uns die Tour jedoch sehr gut in Erinnerung bleiben! :)

Robi auf dem Fahrrad
Madlene Reischl
Bis bald, eure Madlene
Madlene Reischl, Kundenberatung
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