Zum Inhalt

Reisebericht Mallorca: Auf dem sonnigen Fernwanderweg GR221 - Teil 1

Julia startet in den Frühling


Panoramablick auf Port Soller über das Gebüsch hinweg

Es ist Herbst und im Marketing-Team warten alle gespannt auf die Verkündung der neuen Reisen für die nächste Wander- und Radsaison. Es dauert keine 5 Minuten und meine Favoriten für die nächste Mitarbeiter-on-Tour-Reise stehen fest: Die Alpenüberquerungstour E5 oder die neue Wanderreise auf Mallorca am GR221 soll es werden. Nach meinem unvergesslichen Inselabenteuer auf Teneriffa im letzten Jahr reizt mich die neue Reise zwischen Gebirge und Meer doch etwas mehr. In der Bergwelt des Salzburger Landes aufgewachsen, hat mich die letzte Reise voller Kontraste einfach nur überwältigt, das wunderschöne Zusammenspiel aus felsigen Gebirgszügen, dem Meer und dem südlichen, entschleunigten Lebensstil ist perfekt für einen Tapetenwechsel. Für meinen Papa und mich geht es zur Feier unserer Geburtstage gleich im April los auf die Sonneninsel! Also heißt es: Ab in den Flieger und rein in den Wanderurlaub auf Mallorca!

Panoramablick auf Port Soller über das Gebüsch hinweg

Meeresluft, Palmen und feiner Sand begrüßen uns

In wenigen Flugstunden kommen wir zur perfekten Wanderzeit auf Mallorca an. Ein kurzer Transfer durch die Inselmitte befördert uns zum ersten Hotel direkt am Meer. Die Eurohike-Reiseunterlagen sind bereits an der Rezeption hinterlegt und nach einem kurzen Outfit-Wechsel studieren wir die nächsten Etappen bei einem kalten Estrella-Bier direkt am Strand. Die gesamten Unterlagen sowie die Zugänge für die Eurohike on Tour-App erreichten uns bereits Wochen vor Anreise, wir starten also bestens vorbereitet unsere 9-tägigie Wanderreise auf der Baleareninsel.

Sandstrand von Alcudia mit Blick auf Palmen

Gemütlicher Wanderstart im grünen Tal

Nach einem kurzen Transfer sind wir am Startpunkt der heutigen Etappe. Zwischen idyllischen Gärten und ersten Felswänden geht es gemütlich durch schattige Steineichenwälder in Richtung des „Puig Tomir“. Die ersten Aussichten verraten bereits, was uns im Tramuntana-Gebirge die nächsten Tage erwarten wird. Zwischen kurzen Anstiegen wandern wir immer wieder auf flachen Passagen und lernen dabei unsere treuen Wegbegleiter, die Inselschafe, kennen. Auf den letzten Kilometern entdecken wir bereits eine der vielen Berghütten oder „Refugi“ des Fernwanderweges GR221. Am schönen Rastplatz vor dem Refugi genießen wir den Blick auf unser Etappenziel: das Kloster Lluc. Umgeben von hohen Wänden des Tramuntana-Gebirges thront im Talkessel das Kloster mit seinem magischen Innenhof und botanischem Garten. Die warmen Sonnenstrahlen erleuchten die wunderschön angelegten Grünflächen, wir halten inne und genießen die beruhigende Atmosphäre. Nach den ersten heimischen Spezialitäten im Klosterrestaurant lassen wir den Abend über die erste Etappe plaudernd ausklingen.

Mächtige Bergkulissenam höchsten Punkt der GR221-Wanderung

Wow – auf dieser Etappe erfahren wir, wie viel Bergerlebnis die Mittelmeerinsel zu bieten hat und was noch vor uns liegt! Auf ein baldiges Wiedersehen hoffend verabschieden wir uns früh morgens vom idyllischen Kloster Lluc. Bereits nach wenigen Kilometern beginnt ein schweißtreibender Anstieg, doch Schritt für Schritt eröffnet sich uns ein Panorama, das wir vom Klostertal nicht vermutet hätten. Steile Bergwände erheben sich neben uns, wir genießen den Blick auf die Küste und hinab ins grüne Tal und schon ist die Anstrengung vergessen. Und schon sind wir angekommen auf der magischen Hochebene, wo wir durch die im Winde tanzenden Grasbüschel wandern und bald den höchsten Punkt der Reise erreichen – den Pass „Coll des Prat“. Hier MUSS man eine Pause einlegen, denn diesen Blick will man so sehr aufsaugen, dass man ihn nie wieder vergisst. Mein Wanderherz schlägt höher, als ich die fast komplette Bergkette des Tramuntana Gebirges vor mir sehe und weiß, dass das erst der Anfang dieser besonderen Reise ist. Am Ende dieser Etappe erwartet uns eine Hüttenübernachtung inmitten der malerischen Berglandschaft im Refugi Tossal Verds, eine der offiziellen Berghütten am Weitwanderweg GR221.

Wegweiser beim Abstieg des Klosters Lluc

Meine Highlight-Etappe am GR221: Ein wahres Bergerlebnis

Es steht einiges am Programm, das kann ich Ihnen verraten. Schluchtenwege, Passüberquerungen, Stauseen, nach Zitronen duftende Täler und schließlich auch das Meer. Nicht umsonst haben unsere Produktmanager diesen Teil der Reise zur Königsetappe erklärt! Das kann ich bestätigen, obwohl jede Etappe auf eine andere Weise besonders ist. Nach einer gemütlichen Nacht im Refugi starten wir inmitten der Bergwelt und durchqueren am Pass Llis imposante Schluchten. Abenteuerliche Wege am Morgen vertreiben Kummer und Sorgen, oder nicht? 😊 Nach und nach öffnet sich der Blick wieder und wir wandern am Bergrücken begleitet von den Inselschafen bis zum nächsten Pass „Coll de l’Ofre“, der uns mit herrlichen Weitblicken über die Seen unter Mallorcas höchstem Berg Puig Major überrascht.

Wir wandern wieder hinab, um direkt entlang des Cuber Stausees weiter mit dem Ziel ins Tal der Orangen und Zitronen, Sóller, zu gelangen. Mit erneuten Schluchtenblicken auf die „Baranc de Biniaraix“ erreichen wir nach einem Abstieg am typisch steinigen Weg das Dörfchen Biniaraix. Ich bin einfach nur verzaubert, die alten steinernen Häuschen, die weiten Zitrusgärten, dahinter das Tramuntana Gebirge: Sóller zähle ich ab jetzt zu einem meiner Lieblingsorte überhaupt! Nach einer Rast führt uns der historische Zug „Roter Blitz“ bis an die Küste Port Sóller, wo wir die angenehme Abendsonne bei einem Orangeneis genießen.

Auf Höhenwegen Mallorcas Bergdörfer entdecken

Kann man eine zweite Etappe als Königsetappe betiteln? Das würde ich hiermit gerne tun, denn so viele Gänsehautmomente vor lauter Berg-Glück habe ich auf einer Wanderung selten erlebt. Mit Start in Port Sóller machen wir uns auf dem Weg zum ersten entzückenden Bergdorf Deia und erleben dabei Bilderbuch-Ausblicke und unglaublich schöne Vegetation. In Deia lohnt es sich eine Pause einzulegen, etwas zu schlendern oder sogar kurz in der Bucht baden zu gehen. Nach einer Croissant-Pause in einem der empfohlenen Cafés aus dem Routenbuch treten wir bestens gestärkt den langen Aufstieg an. Die Steineichenwälder sorgen für kühlen Waldschatten auf dem Weg zur Hochebene und die bekannten Steinpyramiden weisen uns den Weg. Immer wieder begleitet von Blicken auf die Küste und dem tiefblauen Meer erreichen wir die karge Ebene weit über den Bergdörfern. Mit jedem weiteren Schritt in Richtung Höhenweg erweitert sich der Blick, bis wir schließlich einen 360° Rundumblick genießen. Wir lassen die Bergziegen und dieses unvergessliche Panorama zurück und steigen wieder hinab zum nächsten Bergdorf und heutigem Etappenziel, Valldemossa.

Wanderer auf Berg vor dem Meer

Mein Lieblingsplatz

Mein Lieblingsplatzerl befindet sich mitten im nördlichen Teil des Tramuntana-Gebirges, beim Refugi Tossal Verds. Genauer gesagt auf der sonnenverwöhnten Terrasse, wo es nach Kräutern und Blumen duftet, die Berge vor einem liegen und die Stille zum Träumen einlädt. Schnappen Sie sich ein kühles Getränk und stoßen Sie mit Ihrer Begleitung oder anderen offenen, herzlichen Wandergästen auf den abenteuerlichen Tag an!

Refugi Tossal Verds

Teil 2 von Julias Reise erwartet Sie am Ende des Monats!

Bei Buchung einer Reise erhalten Sie jetzt spezielle Konditionen.