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Reisebericht: Julische Alpen & Wildes Soča Tal

Wo die Berge des Triglav-Nationalparks den Himmel küssen und die Soča karibisch leuchtet
Vier Wanderer mit Rucksäcken auf dem Vršič-Pass-Gipfel mit bewaldeten Bergen und felsigen Gipfeln der Julischen Alpen im Hintergrund.

Die Wanderschuhe sind geschnürt, die Rucksäcke gepackt und mit einer großen Portion Vorfreude machen sich unsere Kolleginnen Anja vom Marketing und Julia aus dem Bereich Finanzen auf den Weg und testen die Reise Julische Alpen & Wildes Soča-Tal

Begleiten Sie die beiden auf ihrer individuellen Wanderreise und erleben Sie ihre schönsten Momente hautnah mit. In ihrem persönlichen Reisebericht teilen sie unvergessliche Eindrücke und verraten ihre besten Tipps aus erster Hand. 

Vier Wanderer mit Rucksäcken auf dem Vršič-Pass-Gipfel mit bewaldeten Bergen und felsigen Gipfeln der Julischen Alpen im Hintergrund.

Von Bled nach Bovec

Anja erzählt

Meine erste Team-on-Tour-Reise beginnt und sie führt mich ins wunderschöne Soča-Tal in Slowenien, das schon lange einen festen Platz auf meiner Wunschliste hat. Umso größer ist meine Freude, diese Reise nun selbst erleben zu dürfen, die Wege zu erkunden, die Routenführung genau unter die Lupe zu nehmen und die ausgewählten Unterkünfte persönlich für Sie zu testen. Ich teile nun meine Eindrücke vom ersten Teil der Reise von Bled nach Bovec mit Ihnen und freue mich, Ihnen dabei wertvolle Tipps und persönliche Erfahrungen aus erster Hand weitergeben zu können.

Anreise nach Slowenien

Wer die Fahrt nach Slowenien bewusst plant, kann schon unterwegs besondere Eindrücke sammeln: Ab Kärnten empfiehlt es sich, bei Spittal von der Autobahn abzufahren und über den Wurzenpass Richtung Bled zu fahren. Diese Route ist nicht nur landschaftlich besonders reizvoll, sondern erspart auch die slowenische Autobahngebühr – und bietet einen stimmungsvollen Auftakt auf das, was Sie im Soča-Tal erwartet.

In Bled angekommen, beziehen wir unsere gemütlichen Zimmer im Hotel Astoria, das nur wenige Gehminuten vom berühmten Bleder See entfernt ist. Anschließend schlendern wir zum Seeufer, genießen ein köstliches Abendessen im Restaurant Oštarija Peglez’n und lassen den Tag entspannt ausklingen.

Unterwegs im Herzen des Triglav-Nationalparks

Es geht los! Am nächsten Tag erwartet uns ein herzhaftes Frühstück in unserem komfortablen Hotel und wir sind nun bestens gestärkt für die erste Etappe. Pünktlich bringt uns der organisierte Transfer zum Ausgangspunkt nach Kranjska Gora. Dort führt uns der Weg nach Trenta. Kaum zu glauben, wie schön der Start ist. Der Jasna-See glitzert in der Morgensonne und zeigt sich als echtes Juwel inmitten der Berge.

Die Wolken hängen wie Zuckerwatte über die Bergspitzen. Wir wandern durch den Triglav-Nationalpark, begleitet vom Duft der saftigen Almwiesen und dem beruhigenden Rauschen kleiner Bäche. Der Weg verläuft gemütlich, ohne anstrengende Steigungen, entlang des Vršič-Passes, der übrigens der höchste Pass Sloweniens ist, bis zur Almhütte Postman's Lodge.

Zwei Wanderinnen auf Holzbrücke über den kristallklaren Jasna See mit dramatischen Berggipfeln der Julischen Alpen im Hintergrund.

Es ist nicht mehr weit. Bevor wir uns die wohlverdiente Rast auf der Hütte gönnen, nehmen wir die letzten fünf Minuten Aufstieg zum Aussichtspunkt in Angriff. Und eines kann ich Ihnen versprechen: Oben angekommen eröffnet sich ein atemberaubender Blick über die slowenische Bergwelt – ein Panorama, das Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten. Mit diesen Eindrücken im Gepäck kehren wir anschließend in die darunterliegende Hütte ein, lassen uns eine warme Gerstensuppe und traditionelle slowenische Käseknödel schmecken und genießen die Pause umso mehr.

Ab jetzt geht es nur noch bergab und dann ist sie endlich da: Die smaragdgrüne Soča, die uns auf den letzten Kilometern mit ihrem kristallklaren Wasser begleitet. In Trenta angekommen, beziehen wir unsere Zimmer im gemütlichen Apartment House DorMica. Nur wenige Schritte entfernt lassen wir den Tag im Gostilna Metoja Božo Bradaškja ausklingen – bei slowenischen Cevapčiči und vielen Erinnerungen an einen erlebnisreichen ersten Wandertag.

Karibikgefühl mitten in den Alpen

Ein Tipp, den ich Ihnen aus voller Überzeugung ans Herz legen möchte: Packen Sie Ihre Badesachen unbedingt ins Tagesgepäck. Warum sich dieses kleine Extra wirklich lohnt? Lesen Sie weiter, ich erzähle es Ihnen. 😉

Der Rucksack ist geschultert, die Koffer warten auf den Gepäcktransport und schon setzen wir uns in Bewegung. Kaum sind die ersten Schritte getan, zeigen sich mehrere Hängebrücken, die sich spektakulär über die smaragdgrüne Soča spannen. Mit jedem Schritt schwingt die Brücke leicht unter unseren Füßen, während das türkisfarbene Wasser darunter rauscht. 

Entlang des Wanderwegs eröffnen sich immer wieder kleine Badestellen, die wie gemacht sind für eine Pause. An einer besonders einladenden Stelle stehen bereits einige Wanderer auf den Felsen. Einer von ihnen steht am Rand, schaut hinunter, sammelt kurz den Mut. Dann springt er. Mit einem Jubelruf taucht er in kristallklare Wasser ein. Wir sehen uns an. Gut, dass die Badesachen im Tagesrucksack stecken. Lange überlegen wir nicht. Rucksack ab, schnell umziehen, einmal tief durchatmen – und los. Der Sprung ins Wasser ist ein kleiner Schock: Denn die Soča ist eiskalt. Als wir wieder ans Ufer klettern, prickelt die Haut und die Beine fühlen sich plötzlich federleicht an. Als hätten sie neue Energie getankt für alles, was noch vor uns liegt.

Zwei Wanderer überqueren eine Hängebrücke über dem türkisfarbenen Soča-Fluss in Trenta, Julische Alpen. Berge und Wald im Hintergrund.

Voller Tatendrang setzen wir unsere Wanderung fort. Dank der praktischen Eurohike on Tour-App fällt das Navigieren ganz leicht. Mit der App behalten wir nicht nur die Einkehrmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten im Blick, sondern auch das Streckenprofil. So wissen wir jederzeit, wie viele Kilometer wir noch vor uns haben.

Nach ein paar Stunden kommen wir zu einer zweiten Badestelle. Ich weiß sofort, dass ich nun meinen Lieblingsplatz gefunden habe. Wo er sich genau befindet und warum er mich so begeistert, verrate ich Ihnen weiter unten im Reisebericht. 

Von Bovec über den Bohinjer See nach Bled

Julia erzählt

Kein Wunder, dass Slowenien zu den absoluten Trendzielen zählt. Mich führt es bereits zum zweiten Mal ins Soča-Tal und umso größer ist meine Vorfreude, Ihnen nun von den kommenden Etappen zu berichten – vom wildromantischen Bovec über den erfrischenden Bohinjer See bis zum beliebten Bled. 

Wanderung zu Sloweniens Wasserfällen

Auch an unserem dritten Wandertag zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite. Die Sonne lacht vom Himmel, und nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem Partnerhotel brechen wir voller Energie auf. Schon nach den ersten Kilometern wartet ein Highlight auf uns: Der geheimnisvolle Virje-Wasserfall. Versteckt unterhalb einer unscheinbaren Schotterstraße rauscht er in ein smaragdgrünes Becken – ein Ort wie aus einem Märchen. Kaum dort angekommen, wusste ich: Das wird mein Lieblingsplatz dieser Reise. Mehr dazu erzähle ich Ihnen weiter unten im Reisebericht.

Zwei Wanderer mit Rucksäcken und Wanderstöcken stehen an einem klaren grünen Becken am Virje-Wasserfall, umgeben von moosbewachsenen Felsen.

Ein Blick in unsere App macht die Vorfreude noch größer: Ein weiterer Wasserfall liegt auf unserem Weg. So setzen wir beschwingt die Tour fort und stehen wenig später staunend vor dem imposanten Boka-Wasserfall – einer der höchsten und zugleich kraftvollsten Wasserfälle in ganz Slowenien. Ein Naturgigant, der uns für einen Moment sprachlos macht.

Auch die Soča begleitet uns heute wieder mit ihrem leuchtend türkisfarbenen Wasser. Nach einem erlebnisreichen Tag gönnen wir uns dort eine wohlverdiente Abkühlung an einer der idyllischen Badestellen. Erfrischt erreichen wir schließlich unser heutiges Ziel: Das charmante Städtchen Kobarid.

Die Berge und Seen Sloweniens

Heute starten wir mit einem besonderen Erlebnis: Ein organisierter Transfer bringt uns zum Bahnhof von Most na Soči, wo die Panoramabahn bereits auf uns wartet. Die Zugfahrt führt uns durch Täler, vorbei an den eindrucksvollen Gipfeln der Julischen Alpen – ein Ausblick, der die Fahrt wie im Flug vergehen lässt.

Nach dieser eindrucksvollen Fahrt auf Schienen, schnüren wir uns wieder unsere Wanderschuhe. Heute steht eine der kürzeren Etappen dieser Eurohike Originalreise auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein geht es durch pure Natur, vorbei an kleinen typischen slowenischen Dörfern, die uns ihre Ruhe und Gelassenheit sofort spüren lassen.

Klares türkisfarbenes Wasser des Bohinjer Sees mit bewaldeter Uferlinie und Julischen Alpen im Hintergrund. Kleiner Strand mit Badenden sichtbar.

Unser heutiges Ziel überrascht uns mit einem echten Juwel: Dem Bohinjer See. Umrahmt von Bergen ist dies ein Ort, der sofort zum Innehalten einlädt. Nach den Wanderkilometern gönnen wir uns hier eine Abkühlung bei angenehmer Wassertemperatur – ein Moment, der pure Urlaubsstimmung weckt und den wir so schnell nicht vergessen werden.

Wer am Bohinjer See ankommt, sollte unbedingt Badesachen dabeihaben. Der Sprung in das angenehme Wasser ist die schönste Belohnung nach dieser Wanderung!

Natur pur über dem Bohinjer See

Unser vorletzter Wandertag beginnt mit eher durchwachsenem Wetter. Also packen wir vorsichtshalber ein paar wärmere Sachen und natürlich auch die Regenjacken ein – man weiß ja nie in den Bergen. Falls das Wetter einmal gar nicht mitspielen sollte, lässt sich die Tour übrigens auch mit dem Wanderbus abkürzen – Informationen dazu gibt es im Hotel oder bei der Touristeninfo.

Wanderin mit blauem Rucksack und Wanderstöcken auf Schotterweg durch grüne Wiesen bei Gorjuše. Traditionelle Holzhütte und Wald im Hintergrund.

Vom Ufer des Bohinjer Sees führt uns der Weg hinauf zur Pokljuka-Hochebene. Schon nach kurzer Zeit wandern wir durch dichte Wälder – ein starker Kontrast zu den bisherigen Etappen. Genau diese Abwechslung macht diese Reise so spannend. Zwischendurch blitzt die Sonne durch und es öffnen sich immer wieder Ausblicke ins Tal und auf die umliegenden Berge. Auch kleine Dörfer liegen am Weg, die der Tour ihren ganz eigenen Charme verleihen. Es ist ein Tag, der entschleunigt und uns endgültig im Urlaubsmodus ankommen lässt.

Oben auf der Hochebene überrascht uns die Weite des Gebietes. Wir legen eine Pause an einer der traditionellen Hirtenhütten ein, wo einfache, regionale Köstlichkeiten auf hungrige Wanderer warten. Am Abend genießen wir die klare Bergluft und die Ruhe inmitten der Natur – ein perfekter Ort, um den Tag ausklingen zu lassen.

Abschied von den Julischen Alpen

An unserem letzten Tag meint es das Wetter leider nicht gut mit uns. Regenwolken hängen tief über den Bergen, freundlicherweise organisiert unser Hotel für uns einen Transfer zurück nach Bled. Am Nachmittag zeigt sich die Sonne dann doch noch einmal und wir nutzen die Gelegenheit für einen Spaziergang rund um den Bleder See. Wenn es die Zeit erlaubt, sollte man sich die Runde nicht entgehen lassen, da die Ausblicke traumhaft sind.

Unseren letzten Abend lassen wir bei einem Glas Wein und traditioneller Küche in einem typischen Restaurant ausklingen. Besonders zu empfehlen ist The Oldest Bled Cellar – ein gemütlicher, authentischer Ort in einem alten Bauernhof, dessen leicht versteckte Lage ihm einen ganz besonderen Charme verleiht. Bei hervorragendem Essen und guten Gesprächen lassen wir die Reise Revue passieren: So viele Eindrücke und unzählige Erlebnisse. Ein rundum perfekter Abschluss unserer Reise durch die Julischen Alpen und das Wilde Soča-Tal.

Rote Herzskulptur auf Holzsteg am Bleder See. Die Burg Bled thront auf einer bewaldeten Klippe über dem ruhigen türkisfarbenen Wasser.
Soca in Slowenien

Fazit

Es stimmt wirklich: Mit seinem türkisfarbenen Wasser erinnert das Soča-Tal an die Karibik. Gleichzeitig kamen wir als Bergfans im Triglav-Nationalpark voll auf unsere Kosten. Die Etappen sind aufgrund der Länge anspruchsvoll und verlangen schon eine gute Grundkondition, doch jede Anstrengung lohnt sich. Mit einem Rucksack voller Erinnerungen kehren wir heim und wissen schon jetzt: Dieses achttägige Abenteuer wird uns noch lange in Gedanken begleiten.

Anja's Lieblingsplatz

Mein Lieblingsplatz befindet sich entlang der zweiten Etappe nach ca. 17 km und wird auch „Romantic Bridge“ genannt. Die Stelle ist nicht zu übersehen und liegt eher am Ende der Etappe. Ein weißer Sandstrand leuchtet uns entgegen und wir folgen einem kleinen Pfad hinunter. Eine Hängebrücke spannt sich über einen Felsen, darunter glitzert das klare Wasser der Soča. Im eiskalten Wasser treiben wir dahin und kosten den kurzen, herrlich erfrischenden Badestopp voll aus. Wir beobachten, wie andere mutige Wanderer von den Felsen springen und lassen das karibische Flair der Bucht auf uns wirken.

Wanderin mit Rucksack am felsigen Ufer der türkisfarbenen Soča. Eine Hängebrücke überspannt den Fluss, umgeben von Wald.

Julia's Lieblingsplatz

Der Virje-Wasserfall war für mich ein echtes Highlight. Man läuft nur ein kleines Stück an der Schotterstraße hinunter und steht plötzlich an diesem versteckten Ort. Das Wasser fällt über moosbewachsene Felsen in ein Becken, das im Sonnenlicht richtig smaragdgrün leuchtet. Es ist ruhig dort, nur das Rauschen und ein paar Vögel im Hintergrund. Wir saßen eine Weile am Ufer, haben den Wasserfall beobachtet und die Ruhe auf uns wirken lassen. Für mich einer dieser Plätze, an denen man am liebsten stundenlang bleiben würde. Ganz klar mein Lieblingsplatz auf dieser Reise.

Wanderer rastet auf Felsen am Virje-Wasserfall in den Julischen Alpen. Moosbewachsene Felsen mit Wasserfällen und grünem Becken im Soča-Tal.
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