Das kleine ABC der Wander-Etikette

Richtiges Verhalten am Berg dient der Sicherheit. Erfahren Sie jetzt, was Sie alles über die Wander-Etikette wissen müssen und welche Gefahren am Berg lauern!

Das Einmaleins der Wander-Etikette

Sportskanonen, Gipfelstürmer und Wanderfans hält es im Spätsommer nicht in den Sesseln. „Auf‘i aufn Berg murs i und zwor gschwind!“, lautet die Devise. Wenn die Sonne herunterlacht, der Himmel wolkenlos ist und sich die Baumkronen langsam bunt färben, ist Wanderhochsaison am Berg. Doch wer hat Vorrang da oben? Was tun, wenn Sportskanonen auf Hobbywanderer und Spaziergänger oder Biker treffen? Kreuzen sich zwei Wege, dann sollten die Bergregeln zum Einsatz kommen. Nanu, von welchen Regeln ist die Rede? In wenigen Minuten sind Sie der wahre Kenner, wenn es um richtiges Verhalten in luftigen Höhen geht!

Wanderer am Buerglsteig des Wolfgangsees

Die StVO für den Berg: So kommen Sie wieder heil ins Tal!

Jene Wanderer, die die rechte Schulter am Berg haben, haben Vorrang! Quatsch, so genau geht es am Berg nicht zu, dennoch gibt es einige Verhaltensregeln zu beachten. Prinzipiell gilt: Derjenige, der sich leichter tut und fitter ist, weicht dem anderen aus. Weitere Entscheidungsfaktoren sind dabei die eigene Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Natürlich sollten auch die geländebedingten Möglichkeiten zum Ausweichen gegeben sein. Man sollte nur überholen, wenn es gefahrlos möglich ist. Es gilt: Der Langsamere lässt den Schnelleren ungehindert vorbeigehen! Dennoch ist eine Wanderung kein Wettrennen. Genießen Sie das Landschaftspanorama, atmen Sie tief ein, und lassen Sie die reine und frische Bergluft durch Ihre Lungen strömen.

Eine klare Regel gibt es am Berg: Fußgänger haben IMMER Vorrang! Sollten Sie mit dem Rad am Berg unterwegs sein und nicht auf ausgewiesenen Downhill-Strecken radeln – achten Sie auf Fußgänger und lassen ihnen den Vortritt!

Gipfelkreuz auf dem Tirolerweg

Die Dos and Don‘ts am Berg

Schritt für Schritt stetig bergauf und mit nassgeschwitztem Rücken und einem breiten Grinsen sind Sie angekommen am Gipfel. Die schöne Natur scheint Sie zu überwältigen, das Fluchen beim bergauf Gehen ist vergessen. Ein Foto am Gipfelkreuz, ein kurzer Eintrag ins Buch, und schon ist man glücklich und zufrieden. Nun steht die Übernachtung auf der Hütte an. Während des Tages wundern Sie sich über manch schiefen Blick von dem einen oder anderen Wanderer. Tja – am Berg gelten eigene Gesetze, und die sollte auch strikt eingehalten werden!

Gruener Veltliner am Wanderweg in der Wachau

Erstes Gebot:

Am Berg ist man grundsätzlich per du! Egal, ob einem der Chef oder ein Prominenter in den luftigen Höhen über den Weg läuft – ein freundliches „Griaß di“ und schon ist man auf gleicher Augenhöhe.

Zweites Gebot:

Das Ankommen am Gipfel gehört natürlich gebührend begossen. Ein Flascherl Sekt oder ein Gipfelschnaps gehören zum guten Ton am Berg. Aber Vorsicht: Die meisten Bergunfälle passieren, wenn Wanderer zu tief ins Glas geschaut haben.

Drittes Gebot:

Die richtige Vorbereitung für die Wanderung darf nicht unterschätzt werden. Achten Sie auf Temperaturschwankungen zwischen Berg und Tal, auf die Wetterprognose und prägen Sie sich den Tourenverlauf ein.

Erfahren Sie hier, wie Sie das Bergwetter richtig lesen!

 

Viertes Gebot:

Sie planen eine Mehrtagestour und freuen sich auf das Matratzenlager. Sie haben einen leichten Schlaf? Dann nehmen Sie auf alle Fälle Ohrstöpsel mit. Das Lager teilen Sie sich mit anderen Wanderern und da kann schon der ein oder andere Schnarcher mit von der Partie sein. Tipp: Wenn Sie leicht frieren, packen Sie eine extra Wolldecke in den Rucksack!

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Robi
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