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Reisebericht: Höhenwege, Seen & Dachsteingletscher

Panoramawandern im Weltkulturerbe
Zwei Wanderer mit Rucksäcken sitzen auf einer grünen Wiese in Gosau und blicken auf den Dachsteingletscher und Berggipfel unter blauem Himmel.

Laptop zu, Wanderschuhe an: Anna – Assistentin der Geschäftsführung – hat den Büroalltag kurzerhand gegen frische Bergluft eingetauscht. Statt Mailverkehr und Meetings warten im wunderschönen Salzkammergut traumhafte Wanderpfade, klare Bergseen und beeindruckende Ausblicke auf die umliegende Region.

Auf der Tour Höhenwege & Dachsteingletscher eröffnen sich mit jedem Schritt neue Perspektiven: urige Hütten, deftige Schmankerl und das intensive Erleben unberührter Natur.
Begleiten Sie Anna auf ihrer unvergesslichen Reise und lesen Sie jetzt weiter.

Zwei Wanderer mit Rucksäcken sitzen auf einer grünen Wiese in Gosau und blicken auf den Dachsteingletscher und Berggipfel unter blauem Himmel.

Sonne, Regen, Nebel: und warum gerade das den Zauber ausmacht

Wir starten unsere Wanderreise im Salzkammergut mit gemischten Gefühlen. Der Juli ist regnerisch, die Wetter-Apps widersprechen sich täglich, und wir fragen uns: Bekommen wir Sonne oder Regenjacke? Doch genau diese Ungewissheit macht es spannend. Schon die ersten Kilometer zeigen uns, dass die Natur hier jede Stimmung mit einer eigenen Schönheit trägt.

Wenn der Nebel zwischen den Bäumen hängt, wirkt die Landschaft mystisch und beruhigend. Regentropfen glitzern auf satten Blättern, Himbeersträucher säumen die Wege. Dann wieder reißt der Himmel auf, Sonnenstrahlen tanzen auf der Wasseroberfläche und lassen die Seen in Karibikfarben schimmern. Wir lernen schnell: Es geht nicht darum, das perfekte Wetter abzuwarten, sondern jede Stimmung in vollen Zügen zu erleben. Selbst das Trocknen unserer durchnässten Kleidung am Hüttenofen gehört dazu und fühlt sich im Nachhinein wie ein kleiner Sieg an.

Wanderin in blauer Jacke auf felsigem Bergpfad im Salzkammergut, umgeben von Wildblumen mit gelben und violetten Blüten.

5-mal Abkühlung: Die schönsten Badeplätze entlang der Route

Ein wiederkehrendes Highlight dieser Reise sind die Seen und Bäche, die uns täglich begleiten. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass wir ins Wasser springen. Mal sind es eiskalte Gebirgsbäche, die die Haut prickeln lassen, mal ruhige Bergseen, die zu ausgedehnten Pausen einladen. Der Wolfgangsee empfängt uns mit seiner berühmten Kulisse, der Nussensee überrascht uns mit angenehm mildem Wasser, obwohl die Regentage kühl waren. In der Ischler Ache gönnen wir uns eine Erfrischung, die so klar und rein ist, dass wir glauben, direkt die Berge zu schmecken. Ganz anders der Langbathsee, der mit seinen Farben tatsächlich fast tropisch wirkt – türkis und grün, eingerahmt von dichtem Wald.

Besonders eindrücklich bleibt das letzte Bad im Gosausee. Mit Blick auf den Dachsteingletscher fühlt es sich an, als schwämmen wir mitten in einer Postkarte. Wir beginnen, unsere eigene kleine Rangliste zu erstellen: Wer ist am kältesten, wer am schönsten, wo bleiben wir am liebsten länger? Und merken dabei, dass jeder Ort auf seine Art einzigartig ist.

Person schwimmt im Gosausee mit schneebedecktem Dachsteingletscher und bewaldeten Bergen unter klarem blauen Himmel im Salzkammergut.

Von Kaiserschmarrn bis Käseplatte: Kulinarik mit Aussicht

Natürlich wandern wir, um draußen unterwegs zu sein. Aber ehrlich gesagt: Ein Teil der Motivation steckt auch in den Hütten, die uns unterwegs erwarten. Ob Kaspressknödelsuppe vor dem knisternden Ofen auf der Rieder Hütte oder der Kaiserschmarrn, der nach einer langen Etappe fast schon wie eine Belohnungsmedaille wirkt – die Kulinarik begleitet uns auf Schritt und Tritt. Wir genießen, dass hier alles angenehm bodenständig ist. Die Wirt:innen servieren, was gerade passt: einfache, aber herzhafte Gerichte, oft mit Produkten direkt aus der Region.

Dazu ein Schnapserl, nicht nur zum Aufwärmen, sondern auch als kleines Ritual, mit dem wir unsere Etappen feiern. In diesen Momenten fühlen wir uns nicht wie Gäste, sondern fast wie Teil einer Gemeinschaft. Und wie so oft sind es die kleinen Dinge, die richtig tief in Erinnerung bleiben: der Kaffee auf der Hüttenterrasse kurz nach dem Sonnenaufgang, das selbstgebackene Brot, das noch warm auf den Tisch kommt, oder die originellste Jause auf der Rinnbergalm, bei der wir ganze Laibe Käse zum Selbstbedienen à la „all you can eat“ serviert bekommen. Genuss und Anstrengung gehören hier untrennbar zusammen, und genau das macht es so besonders.

Wenn die Beine brennen und das Herz lacht

Natürlich gibt es auch die Etappen, die uns an unsere Grenzen bringen. Über 1.200 Höhenmeter am 4. Etappentag fordern uns, der Aufstieg ist steil, der Schweiß rinnt, und die Gespräche werden irgendwann leiser. Doch jeder Schritt bringt uns höher, und das Gefühl, oben angekommen zu sein, ist unbeschreiblich.

Es ist nicht nur der Ausblick, der belohnt, sondern auch das Gefühl, Schritt für Schritt den eigenen Rhythmus gefunden zu haben. Pausen entstehen ganz natürlich – mal mit einem Schluck Wasser, mal einfach, um die Landschaft auf sich wirken zu lassen. Auf einer Bank sitzend, mit einer kleinen Brotzeit und dem Blick über die Berge, wird klar: Gerade die Anstrengung macht diesen Moment so wertvoll. Zwischendurch tauchen Gämse aus dem Nebel auf, Schmetterlinge flattern über die Wiesen, und Kühe mit ihren Glocken verleihen den Almen ihren typischen Klang. Solche Begegnungen sind kleine Geschenke der Natur – unplanbar und genau deshalb so besonders.

Wanderin mit Rucksack auf natürlichem Felsbogen mit Blick auf Alpensee und Berge im Salzkammergut.

Warum das Abenteuer direkt vor der Haustür beginnt

Wir erleben das Salzkammergut in all seinen Facetten: Regen, Sonne, Nebel, klare Seen, steile Anstiege, urige Hütten und unzählige Glücksmomente. Es sind nicht immer die großen Fernreisen, die uns in Erinnerung bleiben, sondern die kleinen Glücksmomente: barfuß die letzten Etappenmeter auf einem Waldweg zurücklegen, das erste Weißbier nach einem langen Marsch, das gemeinsame Staunen über einen Sonnenaufgang.

Zwei Wanderer mit Rucksäcken sitzen auf einer grünen Wiese in Gosau und blicken auf den Dachsteingletscher und Berggipfel unter blauem Himmel.
Felsige Klippe mit wilder Vegetation mit Blick auf das türkisfarbene Wasser des Gardasees unter blauem Himmel mit vereinzelten Wolken.

Mein Fazit:

Am Ende der Reise merken wir: Wir müssen gar nicht weit fahren, um ein echtes Abenteuer zu erleben. Das Salzkammergut zeigt uns, dass sich die Sehnsucht nach Bergen, Seen und Freiheit oft direkt vor der Haustür stillen lässt. Wandern ist nicht nur Bewegung, sondern schafft auch Verbindung: zur Natur, zu den Menschen um uns herum und zu uns selbst. Jeder See, jeder Gipfel, jedes Stück Kaiserschmarrn erzählt eine Geschichte. Und zusammen ergeben sie ein Erlebnis, das uns noch lange begleiten wird.

Mein Lieblingsplatz: Ischler Ache

Mit so vielen eindrucksvollen Orten einen Lieblingsplatz auszuwählen, ist wahrlich eine Herausforderung 😉. Die Ischler Ache begleitet einen am 3. Tag zu 50 % der Etappe, und mir blieb nichts anderes übrig, als viele kurze Pausen einzulegen, da mich die Schönheit immer wieder aufs Neue begeisterte. Somit ist es nicht verwunderlich, dass mich nichts lebendiger fühlen ließ als bei 30 °C in die wundervolle, glasklare Ischler Ache zu tauchen, auf den warmen Felsen den Wassertropfen auf der Haut beim Verdunsten zuzusehen und in Dankbarkeit für diesen Moment zu verweilen.

Frau mit langen dunklen Haaren sitzt auf einem Felsen an der türkisfarbenen Ischler Ache im Salzkammergut, umgeben von grünen Wiesen und Bäumen.
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