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Reisebericht: Madeiras wilde Nordküste

Wanderin auf dem Küstenweg Vereda do Larano auf Madeira mit steilen Klippen, grüner Vegetation und tiefblauem Atlantik.

Wilde Nordküste Madeira – die Insel des ewigen Frühlings und die Tour mit den wohl meisten Panoramablicken! 🌸 Während in Mitteleuropa graue Wolken den Himmel bedecken, lockt die portugiesische Atlantikinsel mit mildem Klima, üppiger Natur und spektakulären Küstenwegen. Eurohike-Reisespezialistin Johanna hat sich gemeinsam mit Arbeitskollegen Marco auf den Weg gemacht, um diese Wanderparadiese zu entdecken. Begleiten Sie sie und erleben Sie ihre schönsten Momente Schritt für Schritt!

Wanderin auf dem Küstenweg Vereda do Larano auf Madeira mit steilen Klippen, grüner Vegetation und tiefblauem Atlantik.

Eine Reise zum Abschalten: Einmal an der Nordküste entlang

Madeira war für mich schon immer eine Insel voller Faszination. Man sagt, sie sei das Hawaii Europas und nun konnte ich mich selbst davon überzeugen. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Die ersten Tage verbringe ich mit meiner Familie.

Die Städte auf Madeira sind wunderschön, besonders jetzt, da die Weihnachtsbeleuchtung teilweise schon erstrahlt. Am Sonntag fliegt meine Familie zurück und für mich beginnt eine weitere Woche voller Wanderabenteuer. Mein erstes Mal Mitarbeiter on Tour, ich bin nervös, lese mir das Programm durch, kann mir aber noch wenig darunter vorstellen.

Eine Optionsroute, die mit vielen Highlights begeistert

Aber voller Vorfreude begebe ich mich mit meinem Arbeitskollegen Marco auf die erste Wanderung an den östlichsten Punkt der Insel, die karge Landzunge von São Lourenço.
Nach einer schönen Wanderung stehen wir nun auf dem höchsten Punkt der Ostküste. Hier wird man für den steilen Aufstieg auf jeden Fall belohnt. Ein Panorama, das ich so noch nie gesehen habe: Meer, wohin man schaut, und wunderschöne steile Klippen. Nach einer erfolgreichen ersten Wanderung fahren wir vom Wanderende zurück ins Hotel.

Frau steht auf Küstenfelsen an der Halbinsel São Lourenço, Madeira, mit dramatischen Schichtklippen und blauem Ozean unter sonnigem Himmel.

Entlang der schönsten Steilküsten

Tag zwei ist für mich aufjedenfall ein Highlight. Es geht erstmal von Machico nach Porto da Cruz, ein bisschen über Stock und Stein, hinauf zum Boca do Risco. Der Passübergang, welcher an der Steilküste liegt ist sehr sehenswert. Die Wege sind sehr gut und wenig anstrengend. Man wandert auf einen Küstenpfad, welcher abgesichert ist. Trotzdem sollte man schwindelfrei sein, da es doch ein Stück runter geht. Das Panorama ist einfach wunderschön. Steilklippen, kleine Wasserfälle und wenig andere Wanderer.

Dramatische Küstenklippen am Miradouro do Cabo de Larano an Madeiras Nordküste, mit steilen Felsgipfeln, die zum blauen Atlantik abfallen.

Schwere Beine aber große Motivation

Tag drei ist sehr abenteuerlich, die Wanderung auf den Pico Ruivo steht bevor. Mit gutem Tempo durch den grünen Kessel kommen wir den Höhenmetern immer näher. Es geht recht steil nur nach oben, auf Treppen, Steine und guten Wegen. Die Aussicht bleibt trotzdem wunderschön. Voller Erleichterung erreichen wir den Gipfel, die Beine brennen, das Gefühl, hier oben zu stehen, ist überwältigend.

Nach einem kurzen Drohnenflug, um gutes Bildmaterial zu sammeln, geht es wieder den Berg hinunter. Wir kehren noch bei einem netten Gasthaus am Weg ein und essen etwas, bevor es für uns ins nächste Hotel in Santana geht. Die letzten paar Meter regnet es noch ziemlich stark, das ist aber der einzige Regen, den wir die ganze Woche abbekommen. Nach diesem langen Wandertag freuen wir uns schon auf leckere Espetadas und einen guten Poncha zum Stärken.

Kleine Dörfer und spannende Levadas

Tag vier: Heute geht’s zu einem historischen Fußpfad durch die Berge, der damals als Verbindung zur Küste diente. Ein sehr schöner, gut begehbarer Weg. Unten an der Küste staunen wir nicht schlecht: eine kleine Ruine direkt am Strand, perfekt für eine Drohnenaufnahme. Wir gehen durch kleine Dörfer und treffen auf viele freundliche Einheimische. Mit gutem Tempo geht es für uns Richtung Levada do Rei, die Optionstour, die wir auch noch unbedingt machen wollen. Dort angekommen gehen wir eine Stunde auf ebenen Wegen ins Innere der Levada. Belohnt werden wir mit einem kleinen, aber sehr schönen Wasserfall. Nach ein paar Fotos und einem Moment der Stille und Ruhe geht es für uns auf dem gleichen Weg wieder zurück zum Abholort, wo unser Fahrer schon auf uns wartet.

Wanderer mit blauem Rucksack auf felsigem Weg zum Pico Ruivo auf Madeira, umgeben von üppigem Wald und moosbewachsenen Felswänden.

Angekommen in Fanal: Mystisch und einzigartig

Tag fünf: Die Wanderung nach Fanal. Wir waren komplett ungestört die ersten Kilometer, kein einziger Tourist und kein Wanderer kamen uns entgegen. Oben in Fanal angekommen, kamen wir auf einen gut besuchten Wanderweg, der von vielen Touristen genutzt wird. Über den Weg geht es die letzten paar Kilometer zu dem mystischen Wald. Die Atmosphäre war überwältigend. Nebel zieht sich durch die Wälder und lässt den Wald in seiner ganz eigenen Art und Weise erstrahlen. Nach einer kleinen Rundwanderung in Fanal entscheiden wir uns, zum Transfer zu gehen, der schon auf uns wartet.


Tag sechs und somit der letzte Tag. Die Beine sind sehr schwer, aber trotzdem bleibt die Motivation. Heute steht die Rundwanderung in Porto Moniz an. Es geht zuerst zur Kirche von Santo hinauf, wo es dann auf angelegte Pfade hinab zu den Meeresgärten geht. Hier ragen Steilklippen hervor. Strände, an denen sich sonst niemand befindet, und atemberaubende Meerblicke, so weit das Auge reicht. Nachdem wir im Hotel ankommen, können wir es fast nicht glauben: sechs Wanderungen in sechs Tagen. Ein schönes Gefühl, das geschafft zu haben.

Schmaler Wanderweg entlang steiler Klippen an Madeiras Nordküste, mit üppig grünen Bergen und weißen Gebäuden in der Ferne.
Küstenblick auf Porto Moniz auf Madeira mit rotgedeckten Häusern, einer Felseninsel mit Leuchtturm im Meer und bewölktem Himmel.

Mein Fazit:

Diese Reise hinterlässt viele Eindrücke – Eindrücke, die ich so mit meiner Familie zum Beispiel niemals gesehen hätte. Das, was wir bei dieser Reise sehen, sieht man nicht, wenn man „normal“ Urlaub auf Madeira macht: versteckte Plätze, weg vom Massentourismus und einfach in Ruhe wandern und die Ruhe genießen. Die Wanderreise hat mich entschleunigt und ich konnte mal wirklich abschalten – etwas, das heutzutage immer seltener ist. Das einzige „Problem“, das wir bei der Wanderreise haben, ist, dass unsere Beine brennen, aber dies hält uns nicht davon ab, weiterzuwandern.

Mein LIeblingsplatz

Für mich persönlich ist es schwierig, konkret einen „Lieblingsplatz“ auszusuchen.
Es gibt nicht viele Ortschaften, die mir nicht gefallen. Jedes Haus, jeder Garten und jede Plantage hat einen gewissen Charme. Dennoch, wenn ich mich entscheiden muss, würde ich mich für diesen schönen Platz an der Nordküste entschieden:

 

Wanderin auf dem Küstenweg Vereda do Larano auf Madeira mit steilen Klippen, grüner Vegetation und tiefblauem Atlantik.
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