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Reisebericht: Traumpfade über die Alpen

Geschäftsführerin Verena on Tour von Garmisch nach Sterzing
Wanderer mit rotem Rucksack und Wanderstöcken auf Bergweg bei Obernberg mit Blick auf Alpengipfel unter blauem Himmel mit Wolken.

Alpenüberquerungen sind für mich jedes Mal aufs Neue ein ganz besonderes Erlebnis. Umso mehr freut es mich, dass ab 2026 eine neue Route von Garmisch nach Sterzing das Reiseportfolio von Eurohike bereichert. Was diese Transalp-Reise so besonders macht? Für mich ist es vor allem die Abgeschiedenheit der Pfade inmitten unberührter Natur und mit weiten Blicken auf imposante Höhenzüge. Hinzu kommt die beeindruckende landschaftliche Vielfalt: ein Wechselspiel aus kristallklaren Gebirgsbächen, blumenübersäten Almwiesen und mächtigen Gebirgsketten. Nach jeder Tagesetappe führt der Weg in ein Tiroler Bergdorf wie aus dem Bilderbuch und damit zu Übernachtungsorten mit dem einzigartigen Charme des Alpenlandes. Begleiten Sie mich auf meiner Reise quer über die Alpen.

 


 

Wanderer mit rotem Rucksack und Wanderstöcken auf Bergweg bei Obernberg mit Blick auf Alpengipfel unter blauem Himmel mit Wolken.
Wenn die Berge rufen

Oft ergeben sich die besten Erlebnisse spontan. Und so war es auch dieses Mal. Im Sommer vergangenen Jahres führte mich der Besuch eines Geschäftspartners nach Kitzbühel. Beim Anblick der Tiroler Bergwelt und der Aussicht auf Kaiserwetter hielt mich nichts mehr von einer aktiven Auszeit ab. Direkt nach meinen Terminen machte ich mich auf nach Innsbruck, denn die Bewegung in der Natur ist für mich der perfekte Ausgleich zu meinen beruflichen Aufgaben. Als Geschäftsführerin ist es mir ein besonderes Anliegen, möglichst viele unserer Rad- und Wanderreisen selbst vor Ort kennenzulernen. Deshalb bin ich jedes Jahr auf mehreren Touren unterwegs.

Nicht immer lässt mein Terminkalender zu, eine Route komplett zu erwandern oder zu erradeln. Auch diesmal entschied ich mich daher für eine verkürzte Variante mit Start in Innsbruck. Für Einblicke in die ersten beiden Etappen schmökern Sie gerne im Reisebericht von Produktmanagerin Christina.

Obwohl die Reise offiziell erst ab Juni 2026 angeboten wird, hatte ich bereits im Juli 2025 die Gelegenheit, diese wunderbare Alpenüberquerung kennenzulernen. Ganz ohne kleine Herausforderung ging es allerdings nicht: Da die Gepäcklogistik erst mit dem regulären Tourstart eingerichtet ist, war ich diesmal mit meinem Gepäck auf dem Rücken unterwegs. Glauben Sie mir – den Komfort unseres verlässlichen Gepäcktransfers durch die Gästebetreuer vor Ort habe ich dabei wirklich vermisst.

Vom goldenen Dachl ins urige Gschnitztal

Nach Innsbruck komme ich immer wieder gerne. Das Schlendern durch die kleinen Gassen, ein Kaffee in einem der netten Lokale und ein Abstecher zum Goldenen Dachl beim Spaziergang durch die Altstadt gehören für mich einfach dazu. Die ersten Höhenmeter überwinde ich gemütlich mit der Serlesbahn und bereits bei der Bergstation erwartet mich ein 360-Grad-Panorama auf die markanten Felsgipfel der Nordkette. So mancher verbindet die Brenner Berge vermutlich mit der Brennerautobahn, die man von der Fahrt zu einem südlichen Urlaubsziel am Meer kennt. Was die meisten nicht wissen: In den Tälern, die die Bergkämme ringsherum voneinander trennen, verbergen sich Orte, die in ihrer Ruhe und Einfachheit kaum zu übertreffen sind. Auch das macht die Tagesetappen auf dieser Alpenüberquerung aus. Jeden Tag geht es von einem malerischen Tal über einen Höhenzug ins nächste, bis man schließlich über den Alpenhauptkamm nach Italien gelangt. Die Landschaft präsentiert sich unterwegs in einer Vielfalt, wie man sie kaum mehr wo antrifft.

Von der Serlesbahn im Stubaital hoch über Innsbruck führt mich die Route zuerst zur idyllisch gelegenen Kirche Maria Waldrast und weiter über den Blumenberg Blaser, der mit einer bunten Blütenpracht seinem Namen allemal gerecht wird. Schließlich erreiche ich das urige Gschnitztal, ein entzückendes österreichisches Bergdorf. Sofort fallen mir die eindrucksvollen Fassadenmalereien an den Bauernhäusern ins Auge, die mich – fast ein wenig kitschig – an die Kulissen alter Heimatfilme erinnern.

Wanderin in roter Jacke mit Rucksack auf Holzterrasse in Mieders, Koppeneck. Alpengipfel und Wald unter blauem Himmel mit Wolken sichtbar.

Im Herzen der Stubaier Alpen

Mein Tag beginnt entspannt auf dem Pilgerweg des Heiligen Romedius. Beim etwas steileren Aufstieg zur Trunahütte und weiter zum Trunajoch kann ich mich am atemberaubenden Alpenpanorama kaum sattsehen. Zunächst beeindruckt der Ausblick auf den schneebedeckten Olperer, der mich den ganzen Weg über begleitet. Beim Abstieg Richtung Gschnitztal wandere ich mit den imposanten Tribulaunen im Blickfeld – einer markanten Gebirgsgruppe in den Stubaier Alpen an der Grenze zwischen Nord- und Südtirol. Mächtig ragen die Felstürme aus dunklem Gestein empor, sodass ich immer wieder eine Pause einlege, um diese Szenerie auf mich wirken zu lassen.

Von weitem entdecke ich das kleine Kirchlein im Obernbergtal, meinem heutigen Ziel, das mit jedem Schritt mehr Form annimmt. Wenn ich mich für ein Lieblingstal auf dieser Alpenüberquerung entscheiden müsste, wäre es dieses, denn es ist das ursprünglichste von allen. Auch die Unterkunft „Almi's Berghotel“ passt perfekt ins Bild: traditionell, urig und familiär, wie man sich es inmitten der Tiroler Bergwelt nur wünschen kann. Bereits am Frühstückstisch genießt man hier wunderbare Panoramen, die Lust auf eine Erkundungstour machen.

Wanderin mit pinkem Rucksack und Wanderstöcken auf Bergkamm im Gschnitztal, mit Blick auf Alpengipfel und grünes Tal.
Wanderin mit rotem Rucksack und Wanderstöcken auf Holzbrücke mit Blick auf türkisfarbenen Obernberger See mit Bergen und Wald.

Solo-Wandern: Meine Auszeit

Am liebsten bin ich gemeinsam mit meinem Partner in den Bergen unterwegs – schließlich teilen wir die Leidenschaft für die Natur und das Wandern. Und doch tut es manchmal einfach gut, ganz für sich zu sein. Allein unterwegs gelingt es mir, die Naturkulissen noch bewusster wahrzunehmen, mir Zeit für Reflexion zu nehmen, in Stille an einem schönen Rastplatz zu verweilen und die Szenerie zu genießen. Gerade wir Frauen trauen uns manchmal nicht zu, alleine zu reisen. Wenn auch Sie den Wunsch nach einer Solo-Auszeit verspüren, möchte ich Sie ermutigen, diesem Gefühl zu folgen. Bei Eurohike genießen Sie perfekte Organisation und haben zu jeder Zeit einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort. So profitieren Sie von den Vorzügen des Solo-Reisens und sind doch nie ganz auf sich gestellt.

Vom Obernbergtal nach Italien

Auf diese Etappe habe ich mich bereits beim Einschlafen am Vorabend gefreut, denn heute steht die Überschreitung des Alpenhauptkammes bevor. Ein Highlight erwartet mich gleich zu Beginn der Route – der malerische Obernberger See. Über blühende Almen und Wiesen führt mich der Pfad zum Sandjöchl auf über 2.000 Metern Höhe, das die Grenze zu Italien markiert. Alte Wehranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg erinnern hier an weniger idyllische Zeiten. Für geschichtlich Interessierte sind sie faszinierende Zeitzeugen.

In Gossensass angekommen spürt man den mediterranen Einfluss: Ein Hauch von italienischer Leichtigkeit liegt in der Luft, und auch kulinarisch mischen sich Pizza und Pasta unter die Tiroler Spezialitäten.

Blick ins Tal vom Sandjöchl auf die Berge und Blumen

Über die Vallmingalmen nach Sterzing

Mit der Ladurns-Seilbahn geht es früh morgens hoch hinaus. Oben angekommen erblicke ich die Tribulaunen aus einer neuen Perspektive, dieses Mal von der italienischen Seite aus. Der Pfad zu den Vallmingalmen bietet ein Postkartenmotiv nach dem anderen und bei der Einkehr in einer der kleinen Almhütten werden köstliche Südtiroler Spezialitäten serviert – perfekt für eine Wanderrast und eine tolle Gelegenheit, um mit den herzlichen Almwirten ins Gespräch zu kommen. Weiter führt der Weg Richtung Monte Cavallo bis zur Bergstation der Ladurns-Seilbahn. Dort wartet ein Abstieg mit Spaßfaktor: die Sommerrodelbahn bis zur Mittelstation. Natürlich lasse ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen und kann nur jedem empfehlen, es mir gleichzutun. Die Seilbahn bringt mich hinunter bis nach Sterzing.

Erfüllt von den vielen Eindrücken und dankbar für die traumhaften Landschaften, die ich in den letzten Tagen erleben durfte, schlendere ich durch die Laubengassen und gönne mir zum Abschluss der Reise einen Aperol Spritz auf der Piazza. Salute!

Bergsiedlung mit traditionellen Hütten auf grünen Almwiesen unterhalb bewaldeter Gipfel. Gewundene Wege verbinden die Gebäude im Tal.

Mein Lieblingsplatz

Auf dem Abschnitt vom Gschnitztal ins Obernbergtal hatte ich bereits vom Anblick des imposanten Olperers geschwärmt. Genau hier, kurz vor dem Lichtsee, ist mein persönlicher Lieblingsplatz zu finden. Saftig grüne Wiesen, bunte Almblumen, das tiefblaue Wasser des kleinen Gebirgssees und im Hintergrund der markante Gipfel. Ein Anblick, der einfach alles vereint, was ich an den Alpen liebe.

Wanderin mit Rucksack und Stöcken auf grasigem Berghang. Alpengipfel und kleiner See im Hintergrund unter blauem Himmel mit Wolken.
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