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Ein kulinarischer Streifzug durch die Bergwelten Europas

Hüttenlandschaft am Dachstein Höhenrundweg

Einen Schritt vor den anderen setzen, mit jedem Atemzug die frische Bergluft einatmen und ganz individuell auf traumhaften Wanderrouten in der Bergwelten Europas unterwegs sein. Die Auszeit beim Wandern in den Bergen hat schon eine besondere Magie. Nicht verwunderlich, dass es jedes Jahr aufs Neue viele bewegungshungrige Wanderer in die Berge zieht, um dort seine ganz persönliche Ruhe zu finden und neue Energie zu tanken.

Hüttenlandschaft am Dachstein Höhenrundweg

Doch neben dem Wandern, der Natur und der frischen Luft gibt es noch einen weiteren unverkennbaren Faktor, der die aktive Auszeit so besonders macht: die Einzigartigkeit der Länderküchen mit den typischen Spezialitäten aus der Region. Erfahren Sie auf unserem WanderBlog mehr über den Genuss in den Bergwelten Europas, was diese so besonders macht und auf welche kulinarischen Spezialitäten Sie sich auf der nächsten Wanderreise freuen dürfen.

Bodenständige Kulinarik mit Tradition

Einfach, natürlich, regional und qualitativ – das sind die Elemente aus der die Genussküche in den Bergwelten Europas gemacht ist. Hier, inmitten einzigartiger Naturlandschaften, ticken die Uhren immer noch etwas langsamer. Und das ist auch gut so. Schließlich findet man hier, weit abseits von Fast-Food-Ketten, Convenience-Produkten und Restaurants mit Speisen aus aller Welt, noch genau das, wofür die Gastwirte in diesen Regionen stehen – eine Küche mit traditionsreichen, bodenständigen Speisen und besonders hochwertigen Zutaten direkt aus der Umgebung. Der Fokus liegt dabei auf der Verwendung regionaler Lebensmittel und wo möglich selbstangebauter Zutaten, die Saison haben. Was nicht verfügbar ist, kommt auch nicht auf den Teller. Und das schmeckt man auch. Die Verwendung regionaler Zutaten hat auch in zahlreichen Haushalten wieder vermehrt an Bedeutung gewonnen und neben Bio-Produkten wird versucht, die Lebensmittel direkt vom Produzenten oder Bauern nebenan zu beziehen. Das ist nicht nur besonders nachhaltig, sondern auch für unsere Gesundheit und die regionale Wertschöpfung ein voller Gewinn.

Käsejause beim Wandern in den Bergen

Kulinarisches Erbe der Bergregionen

Die Einfachheit vieler Speisen reicht dabei geschichtlich weit zurück. Immer schon war der Fokus im Alpenraum auf eine natürliche und authentische Verwendung von Nahrungsmitteln und eine entsprechende Herstellung gelegt. In damaligen Zeiten hat das abgeschiedene Leben in den Bergdörfern oder auf den Almen die Menschen gelehrt, mit dem auszukommen, was verfügbar ist. Die Auswahl an Lebensmitteln oder die Möglichkeiten etwas selbst anzubauen, waren begrenzt. Hinzu kamen die besonders strapazierenden Arbeiten in den Bergen und speziell im Winter mussten Gerichte auf den Teller, die Kraft geben und von innen wärmen.

So entstanden vielerlei Ideen zur Haltbarmachung der Nahrungsmittel wie beispielsweise das Trocknen, Fermentieren, Pökeln oder Einlegen von verschiedenen Lebensmitteln oder auch das Räuchern. All das ist uns auch heute noch bekannt. Fleisch bzw. Fisch war nicht immer verfügbar und so wurden hauptsächlich vegetarische Gerichte mit den beiden wichtigsten Eckpfeilern Milch und Getreide gekocht. Wussten Sie, dass sich in unseren Alpengebieten etwa 2.400 essbare Wildpflanzen befinden? Diese punkten nicht nur mit einem wundervollen Geschmack, sondern haben teilweise auch eine heilsame Wirkung auf unseren Körper. Die Verbene beispielsweise eignet sich mit einem zitronigen Aroma für vielerlei Gerichte und wirkt als Tee gegen Müdigkeit.

 

Regionale Gaumenfreuden in den Bergwelten Europas

Die vegetarischen Spezialitäten basieren auf einfachen Rezepten mit einer kurzen Zutatenliste, was nichts an dem wunderbaren Geschmack von damals verändert hat. Viele dieser Gerichte finden sich auch heute immer noch unter den absoluten Lieblingen auf den Speisenkarten in den Bergwelten Europas. So darf man sich in Österreich auf herrliche Kaspressknödel oder Gröstl-Variationen – mit oder ohne Fleisch – freuen. In die Pfanne kommt all jenes, was verfügbar ist. Genau wie damals. Werfen wir einen Blick nach Italien, insbesondere nach Südtirol. Hier warten wunderbare Knödelgerichte, Suppen oder auch getrocknetes, sowie geräuchertes Fleisch. In der Schweiz hingegen reicht insbesondere die Geschichte der zahlreichen Käsesorten in vergangene Zeiten zurück. Auch das Bündnerfleisch, ein luftgetrocknetes Fleisch, das im Kanton Graubünden produziert wird, oder die Basler Mehlsuppe, die aus wenigen Zutaten hergestellt wird, sind Zeugen der einfachen Kulinarik der Schweizer Bergwelten.

Viele traditionelle Gerichte und ihre Produzenten sind auch heute noch die kulinarischen Botschafter der Ernährungsgeschichte des Alpenraums. Die Liste der traditionsreichen Speisen der Bergwelten Europas ist lange und die Geschichten dazu sind besonders. Am besten lässt sich diese unverkennbare Küche, sowie das lange kulinarische Erbe mit den verschiedenen spannenden Zutaten selbst erleben. Auf unseren individuellen Wanderreisen finden Sie in Ihren detaillierten Reiseunterlagen zahlreichen Empfehlungen für Gasthäuser oder Restaurants entlang Ihrer Wanderroute. Auch unsere Betreuungsteams vor Ort haben jede Menge Tipps und Ideen für kulinarische Genussadressen für Sie parat. Wandern und Genießen – erleben Sie Ihre persönliche kulinarische Genusswanderung in den Bergen Europas.

 

Unser Rezepttipp

Traditionelle Kaspressknödel aus Österreich

Doch bevor es für Sie auf Ihre nächste Wanderreise geht, können Sie den Geschmack der Bergwelten Österreichs ganz einfach zu sich nach Hause holen. Ein besonders beliebtes Gericht sind die typischen Kaspressknödel. Probieren Sie es selbst – mit unserem einfachen Rezept gelingt dieses traditionelle Gericht garantiert!

 

 

Zutaten:

  •     250 g Brot vom Vortag oder Knödelbrot
  •     250 ml lauwarme Milch
  •     180 g österreichischer Bergkäse
  •     3 Eier
  •     1 Zwiebel
  •     5 EL Butter
  •     ½ Bund frische Petersilie
  •     Salz und Pfeffer
  •     Eine Prise Muskatnuss

Zubereitung:

Den Bergkäse und das Brot in kleine Würfel schneiden. Die Brotwürfel mit der lauwarmen Milch vermengen und 10 Minuten ziehen lassen. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Die Zwiebel schälen, klein würfeln und mit etwas Butter in der Pfanne glasig anschwitzen. Nun die Knödelmasse mit dem Bergkäse, den Eiern, Salz, Pfeffer, Petersilie und Muskatnuss gut vermischen und 10 Minuten ruhen lassen. Anschließend noch einmal gut durchkneten und mit nassen Händen etwa 10 Knödel formen. Die Knödel flach drücken und mit etwas Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze von beiden Seiten circa 3 Minuten goldbraun und knusprig anbraten. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Besonders gut schmecken die traditionellen Kaspressknödel aus Österreich mit einem frischen Salat, Sauerkraut oder in einer Suppe. Mahlzeit!

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