Bergwandern in den Bayerischen und Salzburger Alpen

Auch ich bekam heuer noch die Möglichkeit, meine erste Wanderreise mit Eurohike zu absolvieren. Da ich seit Mai mit großer Freude für die Königssee-Touren zuständig bin, habe ich mich für die Wanderreise "Bayerische & Salzburger Alpen" und damit für eine Wanderung vom Königssee ins Bergenreich des Hochkönigs entschieden. Begleitet wurde ich von einem ehemaligen Schulkollegen und guten Freund.

Wanderer in den Bayerischen Alpen

Anreise nach Schönau am Königssee

Die Wettervorhersage hätte besser sein können. Täglicher Regen wurde uns für die ersten Etappen vorausgesagt. Bei der Anreise nach Schönau wurden wir vom Regen aber noch verschont. Daher haben es wir uns nicht nehmen lassen, Schönau und den Königssee zu erkunden. Eine kurze Wanderung zum Malerwinkel wurde mit einem traumhaften Blick auf den Königssee belohnt. Das anschließende Abendessen im Hotel Bergheimat, wo wir untergebracht waren, hätte nicht besser sein können. Neben dem ausgezeichneten Essen glänzt das Hotel Bergheimat aber auch mit einer perfekten Lage, schönen Zimmern und hilfsbereitem Personal.

Hintersee

Durch den Nationalpark Berchtesgaden nach Weißbach

Nächsten Morgen wurden wir nach einem reichhaltigen Frühstück vom Taxi zum Ausgangspunkt der Wanderung nach Ramsau gebracht. Bei wechselhaftem Wetter wanderten wir durch den Zauberwald, zum idyllischen Hintersee und durch den Nationalpark Berchtesgaden. Die Wanderung durch die wunderschöne Landschaft war außergewöhnlich und wurde mit dem Weg durch die Seisenbergklamm noch einmal getoppt. Im gleichnamigen Hotel wurden wir freundlich empfangen und es fehlte uns an nichts.

Ausblick von der Marbachhöhe

Von Maria Alm zur Marbachhöhe und nach Dienten

Auch am nächsten Morgen wurden wir wieder vom Taxi in Weißbach abgeholt und nach Maria Alm gefahren. Dort ging es auf guten Wanderwegen über die Pinzgauer Grasberge hinauf bis zur Marbachhöhe auf über 1.800 Metern. Die Wolken verdeckten uns zwar leider die Sicht auf den Hochkönig und auf die Hohen Tauern, dennoch war der Aufstieg auf jeden Fall lohnenswert. Die Wanderung führte weiter talwärts nach Dienten ins Hotel Hochkönig. Dieses Hotel wurde neu renoviert, verfügt über einen schönen Wellness-Bereich und verwöhnt die Gäste mit heimischen Spezialitäten aus eigener Hausschlachtung. Wir bekamen wohl die beste Forelle Müllerin Art, die wir je gegessen haben.

Blick auf das Arthurhaus

Über Umwege zum Arthurhaus

Am 4. Tag bekamen wir dann das schlechte Wetter richtig zu spüren. Wir begannen die Wanderung bei mäßigen Regen, welcher sich auf ca. 1.300 Meter in Schneefall umwandelte. Im dichten Nebel erblickten wir dann doch noch die Erichhütte, wo wir uns mit einer „Kaspressknedlsuppn“ stärkten. Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns die Wanderung abzubrechen und mit dem Wanderbus weiterzufahren. Dieser ist aufgrund der Hochkönig Card, die jeder Gast im Hotel Hochkönig erhält und viele weitere Vorteile bietet, kostenlos und fährt über Mühlbach direkt zum Berghotel Arthurhaus. Dort angekommen waren wir sofort vom traditionsreichen Haus, das aber auch mit modernen Elementen wie einem neuen Wellness-Bereich glänzt, sehr begeistert.

Ruhetag am Fuße des Hochkönigs

Am Ruhetag fand das traditionelle Almfrühstück in der benachbarten Schweizerhütte statt, dass das Hotel Arthurhaus einmal in der Woche anbietet. Dort wurden wir mit heimischen Schmankerln und selbstgemachten Milchprodukten verwöhnt. Die Wetterlage hatte sich leider nicht verbessert und ein Blick auf den Hochkönig blieb uns verwehrt. Trotzdem ließen wir uns es nicht nehmen eine kurze Wanderung zu den Vier-Hütten zu unternehmen. An schönen Tagen ist eine Rundwanderung zum Hochkeil oder für ambitionierte Wanderer zum Matrashaus am Hochkönig sehr empfehlenswert.

Talwanderung nach Werfen

Auch am Abreisetag vom Arthurhaus versteckte sich der Hochkönig im Nebel. Unsere Wanderung führte entlang schönen Waldwegen stetig bergab Richtung Werfen. Am Nachmittag ließ sich dann auch die Sonne blicken. Gegen Ende dieser Etappe konnten wir einen schönen Ausblick auf das Tennengebirge und die Burg Hohenwerfen genießen. Letztere ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn noch Zeit zur Verfügung steht. Mit dem Zug ging es dann von Werfen nach Golling in das Hotel Golingen, wo wir mit großer Gastfreundschaft empfangen wurden. Das Hotel überzeugt zudem mit einer schönen Ausstattung, einem Wellness-Bereich und einem Bio-Frühstück.

Ausblick vom Stahlhaus

Vom Bluntautal zum Stahlhaus

Am letzten Tag erwartete uns die längste und anspruchsvollste Tour. Bei strahlendem Sonnenschein wurden wir vom Taxi in das Bluntautal gebracht. Kein Wunder, dass das Naturschutzgebiet Bluntautal zu den schönsten Flecken des Salzburger Landes zählt. Das traumhafte Waldgebiet, mehrere kleine Bäche und Wasserfälle beeindrucken Wanderer von nah und fern. Wieder unter freiem Himmel, vorbei an Kühen und Hütten, umgeben von massiven Bergen, nähert man sich immer mehr Richtung Ziel. Nach ca. vier Stunden Gehzeit wird man vom Stahlhaus aus mit einem wunderschönen Ausblick belohnt. Normalerweise würde die Wanderung noch ca. eine Stunde weiter zum Gipfel des Jenners führen und anschließend mit der Seilbahnfahrt in das Tal enden. Da die Jennerbahn aufgrund von Umbauarbeiten aber erst wieder nächstes Jahr den Betrieb aufnimmt, sind wir der Alternativroute zum Gasthof Vorderbrand gefolgt. Hier haben wir die Wanderreise mit hausgemachten „Kasnockn“ perfekt abgeschlossen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir meine erste Wanderreise sehr gut gefallen hat. Das Wetter war zwar nicht das Beste, jedoch habe ich trotzdem jede einzelne Wanderung aufgrund der traumhaften unberührten Natur genossen. Die Herzlichkeit der Einheimischen, die schönen Hotels und die gute Küche lassen zudem keine Wünsche übrig. Wer also hoch hinaus möchte und sich mit traumhaften Panoramablicken bei kulinarischen Schmankerl belohnen möchte, dem lege ich diese Wanderreise unbedingt ans Herz.

Euer Thomas

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