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Reisebericht: Wachau mit Hund entdecken

Zwischen Reben, Waldwegen & genussvollen Pausen
Zwei Wanderinnen mit Hund rasten auf einer Steinmauer in Stein an der Donau, Wachau. Historischer Kirchturm und Weinlandschaft sichtbar.

Die Wachau im Herbst hat ihren ganz eigenen Reiz. Die Weinberge leuchten in warmen Farben, an manchen Stellen liegt noch leichter Nebel über der Donau und immer wieder tauchen kleine Orte zwischen den Hügeln auf. Eigentlich die perfekte Zeit für iene Wanderreise, doch das Wetter kann man sich leider nicht aussuchen. 

Ich zeige euch in mienem Reisebricht wie schön der Welterbesteig Wachau auch bei etwas feuchteren Wetter sien kann und welche Naturwunder wir dafür entdeckt haben. Da ich bereits an der Donau durch die Wachau geradelt bin, möchte ich die Strecke zwischen Krems und Spitz diesmal gemeinsam mit meiner Freundin und ihrer Hündin Kylie zu Fuß entdecken. Bereits nach kurzer Zeit merken wir: Diese Wanderung ist genau die richtige Mischung aus Natur, Bewegung und gemütlichen Pausen.

Zwei Wanderinnen mit Hund rasten auf einer Steinmauer in Stein an der Donau, Wachau. Historischer Kirchturm und Weinlandschaft sichtbar.

Aufbruch in Krems: Durch Weinberge & stille Landschaften

Wir starten in Krems und sind schon nach wenigen Minuten mitten in der Weinlandschaft. Das Wetter ist zwar eher kühl, aber zum Wandern eigentlich genau richtig. Über dem Donautal hängt noch etwas Nebel, zwischendurch kommt aber immer wieder die Sonne durch. Kylie ist längst in ihrem Element. Eigentlich möchte sie die Weinberge gar nicht mehr verlassen und schnuppert sich begeistert von Rebe zu Rebe. Immer wieder bleibt sie stehen, entdeckt neue Gerüche und sorgt für kleine Zwischenstopps. Wer mit Hund unterwegs ist, weiß: Manchmal gibt nicht die Strecke das Tempo vor, sondern die spannendste Schnüffelstelle am Wegesrand.

Blick auf Weissenkirchen mit Kirchturm durch terrassierte Weingärten in der Wachau. Neblige Hügel und Donau im Hintergrund sichtbar.

Waldwege voller Ruhe und natürlicher Schönheit

Besonders schön finden wir die Waldabschnitte zwischen den einzelnen Orten. Nach den offenen Weinbergen ist es angenehm, ein Stück im Schatten der Bäume zu gehen. Außerdem schützen die Wege im Wald ein wenig vor Wind und leichtem Regen, was gerade im Herbst schon vorkommen kann.

Eine besonders schöne Begegnung haben wir wenig später auf einem moosbewachsenen Stein am Waldrand. Dort entdecken wir einen Feuersalamander mit seinen leuchtend gelben Flecken. Für einen Moment bleiben wir stehen und beobachten ihn. Solche unerwarteten Begegnungen machen eine Wanderung für uns oft genauso besonders wie die großen Aussichtspunkte oder die bekannten Sehenswürdigkeiten entlang des Weges. Zwischendurch öffnet sich der Blick immer wieder auf die Donau. Genau dieser Wechsel gefällt uns besonders: einmal weite Ausblicke, dann wieder ruhige Waldwege, auf denen man einfach dahinwandern und vieles entdecken kann.

Schwarz-gelber Feuersalamander auf moosbedecktem Felsen im Wachauer Wald. Grünes Laub im unscharfen Hintergrund.

Einkehrschwung beim Heurigen

Wenn wir in der Wachau unterwegs sind, gehört ein Besuch beim Heurigen einfach dazu. Beim Gruber's Heuriger kehren wir diesmal ein und fühlen uns sofort willkommen. Nach einigen Kilometern zu Fuß schmecken die regionalen Spezialitäten gleich noch besser.

Wir gönnen uns ein Glas Grünen Veltliner und eine Brettljause und lassen uns dabei gerne ein wenig Zeit. Besonders angenehm finden wir, wie unkompliziert und herzlich man überall auch mit Hund empfangen wird. Das macht das Reisen einfach entspannter.

Traditionelle österreichische Heurigenjause mit Käse, Aufschnitt, gekochtem Ei, Trauben, Gemüse und Brötchen im Korb auf Holztisch.

Ankunft in Spitz: Wein, Geschichte & regionale Vielfalt

Am letzten Wandertag erreichen wir Spitz. Zum Abschluss nehmen wir an einer Weinverkostung teil und erfahren dabei mehr über den Weinbau in der Wachau.

Bei der inkludierten Weinverkostung probieren wir verschiedene Wachauer Weine und merken schnell, wie unterschiedlich sie sein können. Manche sind fruchtig und leicht, andere etwas kräftiger. Für uns ist es ein gelungener Abschluss der Wanderetappe.

Gewölbter Weinkeller mit Ziegelbögen, Holztisch und Weinflaschen in Nischen. Eiserner Kronleuchter hängt von der Decke.

Genussvoller Abschluss beim Winzer in Krems

Nach der Rückfahrt von Spitz nach Krems, wo unser Auto auf uns wartet, möchten wir die Reise noch nicht ganz beenden. Deshalb besuchen wir die Winzer Krems – Sandgrube 13 und nehmen an einer Erlebnisführung teil. Die Führung ist abwechslungsreich und gibt einen spannenden Einblick in die Welt des Weins. Man bekommt dadurch ein gutes Gefühl dafür, wie viel Arbeit und Erfahrung in jeder Flasche Wein steckt.

Ganz ohne Mitbringsel fahren wir natürlich nicht nach Hause. Ein paar Flaschen landen im Kofferraum und werden uns bestimmt noch länger an diese schöne Wanderreise erinnern. Wahrscheinlich denken wir beim Öffnen der nächsten Flasche sofort wieder an die Weinberge, die Waldwege und unsere Pausen mit Blick auf die Donau.

Holzregale mit Weinflaschen aus Krems. Oberes Regal zeigt vier dunkle Flaschen und ein gerahmtes österreichisches Weinzertifikat.
Erhöhte Ansicht von Dürnstein mit rotgedeckten Häusern, Weingärten und der Donau, die sich durch die Wachau schlängelt, unter bewölktem Himmel.

Mein Fazit:

Die Wachau hat uns mit ihrer Mischung aus Landschaft, kleinen Orten und herzlicher Gastfreundschaft wirklich begeistert. Die Wege sind abwechslungsreich, führen durch Weinberge, Wälder und immer wieder zu Aussichtspunkten, an denen man gerne stehen bleibt. Auch wenn sich die Sonne nicht ständig zeigte, hat die Tour für uns sehr viel Wärme. Sie liegt in den Begegnungen unterwegs, im guten Essen, im Wein und in den vielen kleinen Momenten, die man nicht planen kann. Kylie ist auf jeder Etappe mit Freude dabei und zeigt uns wieder einmal, wie schön Wandern mit Hund sein kann.

Für uns ist diese Tour mehr als nur eine Wanderung von Ort zu Ort. Sie verbindet Natur, Genuss und viele kleine Momente, die in Erinnerung bleiben und wir sind uns sicher: Wir kommen wieder.

Mein Lieblingsplatz:

Einer unserer schönsten Momente wartet zwischen Dürnstein und Weißenkirchen auf uns. Kurz nach dem Weingut Pomassl biegen wir rechts in einen Feldweg ein und kommen zu einem kleinen Aussichtspunkt. Eigentlich wollten wir nur kurz stehen bleiben, am Ende wird daraus eine längere Pause.

Der Blick über das Donautal ist einfach wunderschön. Vor uns liegen die Weinberge, dazwischen die Donau und die kleinen Orte entlang des Flusses. Wir setzen uns hin, packen eine Kleinigkeit aus und genießen den Moment. Kylie nutzt die Pause natürlich ebenfalls und macht es sich ganz selbstverständlich bei uns bequem.

Gelbes Winzergebäude mit grünen Fensterläden in Krems, Wachau. Schild 'Winzer Krems Sandgrube 13' an der Fassade.
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