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Reisebericht: Pinzgau für Familien

Naturabenteuer für die ganze Familie
Familie mit vier Personen und Rucksäcken betrachtet Alpenpanorama im Pinzgau. Bergsee und Gipfel durch Wolken sichtbar.

Endlich Ferien! Als willkommene Alternative zum Badeurlaub im heißen Süden verbringe ich gemeinsam mit meinem Mann und den Mädchen (7 und 9 Jahre alt) ein paar unvergessliche Tage im idyllischen Salzburger Pinzgau – zwischen grünen Almen, klaren Seen und jeder Menge Erlebniswanderwegen. In vier Tagen erkunden wir sowohl das Glemmtal, als auch die Region und die Berge rund um Zell am See. Wandern, Spielen, Entdecken und Genießen – das ist unser Familienprogramm.

Die schönsten Highlights von unserer Wanderreise Salzburger Pinzgau für Familien teile ich in diesem Blog mit ihnen. Einfach weiterlesen und inspirieren lassen. 

Familie mit vier Personen und Rucksäcken betrachtet Alpenpanorama im Pinzgau. Bergsee und Gipfel durch Wolken sichtbar.

ANKOMMEN und WOHLFÜHLEN

Zwei Wochen vor der Anreise schmökern wir bereits in den Reiseunterlagen, die uns Eurohike per E-Mail zugesendet hat, und sind voller Vorfreude auf die kommenden Wandertage. In unserer ersten Unterkunft, dem familiengeführten Hotel am Reiterkogel in Hinterglemm, werden wir von den Gastgebern herzlich empfangen und fühlen wir uns sofort wohl.

Nach einem reichhaltigen Frühstück freuen wir uns auf die erste Wanderung im Talschluss von Saalbach Hinterglemm. Aufgrund des Wetters entscheiden wir uns für die im Routenbuch vorgeschlagene kürzere Wanderroute direkt zur Lindlingalm. Es geht vorbei an grasenden Pinzgauer Kühen und Haflinger Pferden, die genüsslich am Ufer des plätschernden Saalbaches grasen. Ein idyllischer Anblick, bei dem wir gerne etwas verweilen. Meine pferdeverrückten Mädels sind total aus dem Häuschen als uns am Ende des Weges auch noch zwei niedliche, kleine Ponys empfangen, die sich die Streicheleinheiten gerne gefallen lassen.

Vater mit zwei Töchtern beobachtet Kühe an einem Bergbach in Saalbach-Hinterglemm. Grüne Almwiesen und Wald im Hintergrund.

ERLEBNISWANDERN statt Langeweile

Schon am ersten Tag zeigt sich: Wandern ist hier alles andere als langweilig. Im Gegenteil – die Kinder sind begeistert. Am Ende des Talschlussweges erreichen wir das erste Highlight: den Glemmtaler Baumzipfelweg. Der Weg beginnt spektakulär mit der „Golden Gate Brücke der Alpen“, einer Hängebrücke, welche in 42 Metern Höhe über das Tal gespannt ist und einen tollen  Ausblick bietet. Hoch oben spazieren wir dann in bis zu 30 Metern Höhe zwischen den Baumwipfeln über Holzstege, Treppen, Türme, Plattformen und Hängebrücken vorbei an liebevoll gestalteten Wissens- und Spielestationen. Die Kinder folgen begeistert dem kleinen Zwerg Wipfelzipfel, lösen Aufgaben und lernen ganz nebenbei viel über den Wald. Jede Menge Spaß haben wir dann auch anschließend beim Klettern und Balancieren im Motorikpark und am Wasserspielplatz Teufelswasser, der direkt neben der Lindlingalm liegt. Dort lassen wir uns dann die zünftige Brettljause und den fluffigen Kaiserschmarrn so richtig schmecken.

Abends genießen wir im Ortszentrum das Hinterglemmer Gasslfest – mit traditioneller Musik, Brauchtumstänzen, Handwerksständen und Schmankerln aus der Region. Ein rundum gelungener Auftakt, bevor wir müde und zufrieden in unsere gemütlichen Betten im Hotel zurückkehren.

Wanderer überqueren eine Hängebrücke mit orangen Türmen am Baumzipfelweg in Saalbach-Hinterglemm, umgeben von grünen Almwiesen und Wäldern.

Spielend den Berg erobern

Auch der Montelino Erlebnisweg, oberhalb von Saalbach Hinterglemm ist ein voller Erfolg. Die Tickets für die Seilbahnfahrt und einen Spielepass erhalten wir – wie auch bei allen anderen Bergfahrten während unserer Wanderreise - mit der Gästecard kostenlos an der Talstation. Vom Kohlmaisgipfel geht es sanft bergab zur Mittelstation – vorbei an Spielstationen wie Riesenschlange, Spinnennetz mit Zielwerfen, Eichhörnchen Nest mit goldener Nuss und Riesenrutsche. Die Mission: Clown Montelinos verlorene Spielsachen und Freunde wiederzufinden, damit er sein Lachen zurückgewinnt. Die Kinder lösen Rätsel, sammeln Stempel und sind mit Feuereifer dabei. Und wir genießen den Blick auf die Berge – sowie die Tatsache, dass das Wandern hier spielerisch nebenbei passiert.

Zwei Mädchen lesen eine Karte an der Anfangsstation von Montelinos Erlebnisweg in Saalbach-Hinterglemm, mit bunter Cartoon-Figur und Familien im Hintergrund.

Kleine Helden auf Drachenspuren

Nach dem ersten alpinen Erlebnis geht’s weiter nach Zell am See, genauer gesagt ins Hotel Latini in Schüttdorf. Schon beim Einchecken merken wir: Auch hier wird Familienfreundlichkeit großgeschrieben. Die Lage ist ideal – nur wenige Schritte sind es am nächsten Morgen zur Seilbahnstation AreitXpress, mit der wir in unser nächstes Abenteuer starten. Oben auf dem Berg wartet Schmidolins Feuertaufe: ein Themenrundweg mit 19 liebevoll gestalteten Stationen. Mit dem Abenteuerpass ausgestattet helfen die Kids dem kleinen Drachen Schmidolin mit Mutproben, kniffligen Rätseln und spannenden Aufgaben dabei erwachsen zu werden. Im Anschluss winkt eine kleine Belohnung. Klettern und Geschick ist gefragt und auch wir Erwachsenen haben jede Menge Spaß. Wir wandeln über glühende Kohlen, begeben uns in das „Feuerrad“ und wagen uns sogar in die Drachenhöhle und auf den Drachenturm. Die kreativen Stationen beflügeln die Fantasie und die Kinder wandern motiviert von einer Station zur nächsten.

Der Weg ist abwechslungsreich, gut beschildert und für Familien perfekt angepasst – es gibt sogar zwei kürzere Varianten für kleinere Kinder. Für uns ist klar, wir wollen alle 19 Stationen des Rundwegs absolvieren und nach etwa zwei Stunden wissen wir, es hat sich absolut gelohnt! Nach einer Stärkung mit Apfelstrudel wandern wir noch zum Plettsaukopf Speicherteich mit toller Aussicht, bevor wir mit dem CityXpress wieder talwärts ins Zentrum von Zell am See gondeln. Mit einem Eis in der Hand schlendern wir gemütlich die Seepromenade entlang und beobachten, wie beim Zeller Seezauber die Wasserfontänen im Takt der Musik scheinbar über den See tanzen. Wir genießen noch das abendliche Flair dieser charmanten Stadt, bevor wir mit der Bahn zurück nach Schüttdorf fahren. Mit der Gästekarte können wir die öffentlichen Verkehrsmittel problemlos gratis nutzen und der Weg zum Hotel ist kurz.

Gipfelglück mit Fernblick

Am letzten Wandertag geht es noch einmal hoch hinaus: auf die Schmittenhöhe, den Zeller Hausberg. Die Höhenpromenade bietet ein traumhaftes Panorama auf über 30 Dreitausender – ein echtes Highlight. Die Kinder suchen nach den geschnitzten Tierfiguren am Wegrand und füllen eifrig den Rätselpass aus.

Am Ende der Höhenpromenade wartet beim Sonnkogel Restaurant der perfekte Lieblingsplatz für die ganze Familie. Für mich war es der Liegestuhl mit Blick auf ein herrliches Panorama Richtung Kitzsteinhorn, großes Wiesbachhorn und Großglockner. Hier lässt es sich herrlich bei einer kühlen Erfrischung (mein Tipp: selbstgemachte Wildkräuterlimonade) das Bergpanorama genießen, während sich die Kinder am Abenteuerspielplatz so richtig austoben können. Natur, Genuss und Spielspaß – der perfekte Lieblingsplatz für die ganze Familie!

Zwei Mädchen lesen eine Infotafel auf der Schmittenhöhe mit Blick auf Alpengipfel und grüne Berghänge im Pinzgau.

Der mystische Wald: Natur erleben mit allen Sinnen

Im Anschluss begeben wir uns direkt unterhalb des Restaurants in den Mystischen Wald, einen kurzen, aber eindrucksvollen Themenweg mit Sagenstationen, der uns sanft bergab bis zur Schmidhofalm führt. Ruhe kehrt ein. Die Kinder sind fasziniert von den Geschichten und wir genießen die Stille des Waldes. Wir bauen Steinmännchen und beobachten das geschäftige Treiben der Ameisen am Wegrand. Wir lauschen dem Singen der Vögel und den „Klängen der Waldgeister“ und atmen dabei den Duft des Waldes ein. Nach dem Mystischen Wald sind noch einige Höhenmeter bergab bis zur Bergstation der Sonnenalmbahn zurückzulegen, mit der wir dann zurück ins Tal gondeln.

Junges Mädchen hockt auf Felsen neben einem Bergbach und greift zum Wasser. Im Hintergrund ist eine Holzhütte zwischen Bäumen sichtbar.

Abschied mit Seebrise & Ankommen im Landhotel

Den krönenden Abschluss bildet heute, am letzten Wandertag, eine Schifffahrt über den Zeller See. Die Kinder lassen die Beine baumeln, wir genießen das sanfte Schaukeln des Bootes. Vom Wasser aus wirken die Berge fast noch beeindruckender. Ehrfürchtig und stolz blicken die Kinder nach oben zu „ihrem Berg“ und staunen selbst über die Strecke, die sie heute gemeistert haben.

Am späten Nachmittag erreichen wir unsere letzte Unterkunft: das Landhotel Schloss Kammer in Maishofen. Die Kinder erkunden sofort das weitläufige Gelände entlang der alten Schlossmauer des historischen Erbhofs, streicheln Kaninchen und spielen mit der rot-getigerten Schlosskatze, die sich schnurrend dazugesellt. Ein Sprung in den herrlich frischen Naturbadeteich ist nach unser Wanderung genau das richtige zum Entspannen. Im gemütlichen Gastgarten lassen wir uns mit Pinzgauer Kasnocken und Eispaltschinken verwöhnen und lassen die Eindrücke der letzten Tage Revue passieren. Es ist ein würdiger, erholsamer Abschluss für einen erlebnisreichen Urlaub.

Weißes Schlossgebäude mit grünen Fensterläden und Turm im Pinzgau. Gartenterrasse mit Tischen und Schirmen auf gepflegtem Rasen, Berge im Hintergrund.
Alpenpanorama in Saalbach-Hinterglemm mit felsigen Berggipfeln, bewaldeten Hügeln, grünen Wiesen und Nadelbäumen im Vordergrund.

Mein Fazit:

Ein absolutes Familienparadies! 

Unsere Familienwanderreise in den Salzburger Bergen ist mehr als ein Urlaub – sie ist eine Auszeit voller Abenteuer, Entdeckungen und gemeinsamer Erlebnisse. Dank durchdachter Erlebniswege, kindgerechter Infrastruktur und gastfreundlicher Unterkünfte wie dem Hotel am Reiterkogel, dem Hotel Latini und dem Landhotel Schloss Kammer fühlen wir uns rundum wohl.

Ob spielerisches Wandern, tierische Begegnungen, Wasserspaß oder Erholung mit Aussicht – der Pinzgau hat an alles gedacht. Für Familien, die sich Bewegung, Natur und gemeinsame Zeit wünschen, ist diese Region ein echtes Juwel. Wir fahren mit glücklichen Kindern und dem Wunsch zurückzukehren.

Mein Lieblingsplatz:

Am Ende der Höhenpromenade auf der Schmittenhöhe wartet beim Sonnkogel Restaurant der perfekte Lieblingsplatz für die ganze Familie. Für mich war es der Liegestuhl mit Blick auf ein herrliches Panorama Richtung Kitzsteinhorn, großes Wiesbachhorn und Großglockner. Hier lässt es sich herrlich bei einer kühlen Erfrischung (mein Tipp: selbstgemachte Wildkräuterlimonade) das Bergpanorama genießen, während sich die Kinder am Abenteuerspielplatz so richtig austoben können. Natur, Genuss und Spielspaß – der perfekte Lieblingsplatz für die ganze Familie!

Person auf roter Bank mit Blick auf Almwiese mit blauem Rucksack, Tannen und schneebedeckten Bergen im Pinzgau.
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