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Reisebericht: Slowenien mit der ganzen Familie entdecken

Wandern in den julischen Alpen & im wilden Soča
Wanderer mit blauem Rucksack sitzt auf Felsen am Ufer des Bohinjer Sees. Türkisfarbenes Wasser, Segelboot und Julische Alpen unter blauem Himmel.

Warum Slowenien Wanderherzen höherschlagen lässt? Ganz klar: Weil der kleine Nachbar Italiens als grüne Oase begeistert und gleichzeitig echtes Alpengefühl weckt. Von erfrischenden Badeseen über eiskalte Badestellen an der türkisgrünen Soca bis hin zu sattgrünen Hochebenen zeigt sich hier die Natur von ihrer vielfältigsten Seite. Für mich war deshalb schnell klar: Dieses Wanderziel möchte ich endlich selbst kennenlernen.

Dieses Jahr haben wir uns für die in diesem Jahr neu erschienene Reise Julische Alpen & wildes Soca Tal entschieden. Nach Slowenien wollte ich schon immer zum Berggehen, also habe ich gleich die Chance genutzt! Wir nehmen auch heuer wieder unsere Tochter mit. Gespannt sind wir nur, wie für sie die Etappen sind, da es ja keine Familienreise ist.

Wanderer mit blauem Rucksack sitzt auf Felsen am Ufer des Bohinjer Sees. Türkisfarbenes Wasser, Segelboot und Julische Alpen unter blauem Himmel.

Ankunft am Bleder See

Bei unserer Ankunft in Bled ist das Wetter leider noch nicht so schön, aber wir nutzen die Zeit und entspannen uns im Pool des Hotels mit wunderschönem Blick auf den See und die Burg. Bis zum Abend lässt der Regen zum Glück nach und so können wir noch durch Bled schlendern und eines der vielen Restaurants ausprobieren.

Drei bunte hölzerne Pletna-Boote am Bleder See bei Sonnenuntergang. Die Burg Bled thront auf einer bewaldeten Klippe im Hintergrund.

Der Triglav-Nationalpark von seiner schönsten Seite

Am nächsten Tag erwarten uns Sonnenschein und der Transfer nach Kranjska Gora zum Jasna-See. Von dort startet unsere erste Wanderetappe auf den Vršič-Pass. Natürlich bleiben wir gleich am See hängen, da er mit dem beeindruckenden Bergpanorama traumhaft schön gelegen ist. Die erste Wegstrecke verläuft sanft ansteigend und bietet uns immer wieder großartige Ausblicke auf die umliegenden Berge. Da der Weg nicht schwer zu gehen ist und man ein paar Abkürzungen einbauen kann, schaffen wir es sogar mit unserer Tochter bis auf den Vršič-Pass.

Oben angekommen hat sie sich in der Hütte eine gescheite Stärkung verdient. Der Kakao und der Apfelstrudel schmecken nach so einer Wanderleistung natürlich doppelt so gut! Dann geht's an den Abstieg. Dieser ist ziemlich lang und so entscheiden wir uns, nicht zur Soča-Quelle zu gehen, damit wir nicht zu spät zum Transfer nach Bovec kommen. In Trenta erwartet uns das Taxi bereits und wir sind froh, unsere müden Wanderhaxen endlich ausruhen zu können.

Zwei Wanderer am Ufer des Jasna-Sees mit Holzbootshaus, umgeben von bewaldeten Bergen und dramatischen Wolken in den Julischen Alpen.

Die Soca: unsere Begleiterin für die nächsten Tage

Das Traumwetter lässt uns auch am nächsten Tag nicht im Stich! Unser Taxi vom Vortag bringt uns wieder zurück nach Trenta, wo die nächste Wanderetappe startet. Zuerst wird natürlich noch der Spielplatz in Trenta ausprobiert, bevor wir uns auf den Weg machen. Diese Tour führt gemächlich immer an der Soca entlang und bietet traumhafte Ausblicke auf den Fluss und die Bergwelt drumherum. Vor allem die mit Moos überwucherten Wälder, die wackligen Hängebrücken und die wunderschöne Soca haben es uns angetan. Das Baden war uns aber im Gebirgsfluss dann doch zu kalt, für unsere Füße dagegen war es eine herrliche Erfrischung. Diese Etappe haben wir bei den großen Soca-Trögen mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus beendet, da wir unsere Tochter nicht überstrapazieren wollen. Den Abend haben wir gemütlich im Sportlerort Bovec ausklingen lassen.

Türkisfarbener Soča-Fluss fließt durch enge Felsschlucht, umgeben von üppigem grünem Wald mit Julischen Alpen im Hintergrund.

Ein anspruchsvoller Tag mit großem Panorama

Und es war die richtige Entscheidung, da die heutige Etappe sehr fordernd ist. Sie ist von den Höhenmetern nicht sehr anspruchsvoll, aber sehr, sehr lang! Am Anfang starten wir mit der Variante „Alpe-Adria-Trail“. Diesen Weg würde ich aber nicht bei Regen empfehlen, da man ein Stück in einem bei uns ausgetrocknetem Bachbett zurücklegt. Der Weg an sich durch Felder und Wälder ist schön zu gehen. Natürlich schauen wir uns auch das erste Highlight des Weges an, den Virje Wasserfall. Und ich muss wirklich sagen, er ist wunderschön!!! Am liebsten wären wir noch länger geblieben, aber wir haben heute ja noch einiges vor. Nach dem Wasserfall stoßen wir dann bald auf die Soca, und diese wird am heutigen Tag zum treuen Begleiter.

Auch den zweiten Wasserfall schauen wir uns von der Aussichtsplattform an, aber leider führt er nicht viel Wasser, und so ist er nicht ganz so spektakulär wie erhofft. Der weitere Weg führt uns auf leichten Wegen immer entlang der Soca, wo man vielen Raftinggruppen zuschauen kann. Auf Empfehlung unseres Produktmanagers Rey und dessen Lieblingsplatzt legen wir eine Badepause ein und ich muss sagen, nach einem Bad in der Soca fühlt man sich wie frisch aus dem Jungbrunnen! Aber das brauchen wir auch für die restliche Strecke. Der Weg wird wieder zu einem wunderschönen Steig mit  einigen Auf- und Abstiegen, bevor wir die Napoleonbrücke in Kobarid erreichen. Unser heutiges Etappenziel ist erreicht. Kobarid ist ein wunderschöner, malerischer Ort, den ich sicher gern nochmal besuchen werde.

Pokljuka-Hochebene mit Wolkenstimmung

Leider hat heute das Wetter umgeschlagen und so entschließen wir uns, die erste Strecke mit dem Bus abzukürzen. Wir fahren bis Koprivnik mit dem Bus und gehen von dort durch schöne Wälder mit vielen Schwammerln bis hinauf zur Pokljuka-Hochebene. Zu unserem Hotel geht es vorbei an Almwiesen mit vielen bezaubernden Ferienhäusern. Auch an einem Hochmoor kommen wir vorbei, und da wir früh genug dran sind, hängen wir diese kleine Rundtour noch mit dran. Über Waldwege und Stege geht der Rundweg und viele Schautafeln erklären uns das Hochmoor. Den Abend beschließen wir mit landestypischer slowenischer Kulinarik und genießen die Ruhe auf der Hochebene.

Dunkle Holzhütte mit steilem Dach in Pokljuka, mit Feuerstelle, grünen Wiesen, Holzzäunen und Wald im Hintergrund.

Pokljuka Schlucht

Der Wettergott hat es an diesem Tag auch nicht gut mit uns gemeint und so beschließen wir nochmals, den Bus zu nehmen und nach Bled zu fahren. Dort angekommen, wird das Wetter wieder besser und so fahren  wir mit unserem Auto zurück zur Pokljuka Schlucht. Dieses Naturjuwel wollen wir uns nicht entgehen lassen. Die Schlucht führt kein Wasser, ist aber durch Höhlen, einem an der Felswand laufenden Steg und enge Durchgänge sehr beeindruckend. Den Rest des Tages verbringen wir in Bled und genießen den See mit  Bleder Cremeschnitte.

Familie von Wanderern geht durch enge Pokljuka-Schlucht mit hohen Felswänden. Hellgrüne Vegetation durch die Öffnung oben sichtbar.
Kristallklarer Jasna See mit smaragdgrünem Wasser, das Berge und Wälder spiegelt. Dichte Nadelwälder umgeben den See in den Julischen Alpen.

Mein Fazit:

Slowenien mit seiner herzlichen und hilfsbereiten Bevölkerung hat es mir angetan! Wir werden sicher nochmals eine Reise zum imposanten Triglavgebirge und zur wunderschönen Soca machen, damit wir alles besser erkunden können. Die Reise hat uns Slowenien als Bergsteigerdestination nähergebracht. Unsere Tochter war am meisten von der Soca und ihrem kristallklaren Wasser beeindruckt. Diese Tour würde ich aber dennoch nur sehr bergfreudigen Kindern empfehlen, die viel Spaß an der Schönheit der Natur haben. Abenteuerspielplätze oder sonstige „Unterbrechungen“ findet man auf diesen Wegen nämlich nicht, dafür unglaublich schöne Landschaften.

Mein Lieblingsplatz:

Unser Lieblingsort ist der Vrsic Pass. Die imposante Bergwelt des Triglavs kann man hier in einem Rundumblick genießen und macht Lust auf mehr Bergabenteuer. Auch sind wir sehr stolz, dass unsere Tochter diese Etappe so gut gemeistert hat. Slowenien sieht uns auf jeden Fall wieder!!! Und noch ein Tipp für alle die eine heiße Dusche lieben: Slowenien wird Euer Traumland werden. Egal wo, das Wasser in den Hotels war immer richtig heiß!

Drei Wanderer mit Rucksäcken betrachten dramatische Felsgipfel in den Julischen Alpen beim Vršič-Pass. Grüne Wiese und Kiefern im Vordergrund.
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