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Reisebericht: Allgäuer & Lechtaler Alpen

Die Alpen rufen - Los geht’s auf meine erste Trekkingtour!
Wanderer mit blauem Rucksack auf Bergpfad mit Blick auf grüne Täler und felsige Gipfel in den Allgäuer und Lechtaler Alpen.

Letztes Jahr darf ich in herbstlicher Kulisse das schöne Altmühltal erkunden und ich freue mich, dieses Jahr eine anspruchsvollere Tour im Sommer zu erwandern. Da mich die Berge begeistern und wir diese schöne Tour seit diesem Jahr neu im Programm haben, bin ich neugierig geworden. So steht für mich fest, dass ich mich dieses Mal in den hochalpinen Raum wagen möchte. Mit im Gepäck habe ich meinen Bruder und seine Freundin, die mich auf der insgesamt 7-tägigen Tour durch die Allgäuer- & Lechtaler Alpen begleiten und genauso wie ich schon voller Vorfreude sind.

Meine Wahl zur Anreise fällt diesmal auf die Bahn und so mache ich mich von Salzburg aus auf den Weg nach Oberstdorf. Da das Wetter die Wochen davor eher bescheiden ist, freue ich mich, dass sich die Sonne dazu entscheidet, mich auf dieser Wanderreise zu begleiten. Bereits vom Zug aus in Richtung Oberstdorf kann ich die wunderschönen Allgäuer Alpen erkennen und meine Vorfreude steigt. Nach dem Check-in erwartet mich bereits Joachim und erklärt mir in seinem Begrüßungsgespräch jede Etappe und was es zu beachten gibt. Motiviert lasse ich den Abend von meinem Balkon aus mit Blick auf die wunderschöne Bergkulisse ausklingen und freue mich auf die bevorstehende Tour.

Wanderer mit blauem Rucksack auf Bergpfad mit Blick auf grüne Täler und felsige Gipfel in den Allgäuer und Lechtaler Alpen.

Umgeben von traumhaften Bergkulissen, Murmeltieren & saftigem Grün

Nach einem ausgiebigen Frühstück begrüße ich meinen Bruder und seine Freundin, die direkt von Innsbruck aus anreisen und bereits mit geschnürten Wanderschuhen auf mich warten. Zusammen machen wir uns per Bus auf den Weg zu unserem Wanderstart in die Spielmannsau. Bereits beim Ausstieg können wir die frische Bergluft riechen und steigen unsere ersten Höhenmeter durch den imposanten Sperrbachtobel auf. Dieser zeigt sich mit seinem saftigen Grün und der darauf fallenden Sonne von seiner besten Seite und ich nutze den Ausblick für eine kleine Rast, um die wunderschöne Natur auf mich wirken zu lassen.

Auf unserem ersten erfolgreichen Aufstieg können wir von Weitem bereits die Kemptner Hütte erkennen und Murmeltiere begleiten uns auf den letzten Metern zu unserer wohlverdienten Rast. Auf allen Etappen erwarten uns gemütliche Hütten zum Einkehren, um Kraft zu tanken und den Ausblick zu genießen. Beeindruckende Bergpanoramen und die Ruhe der Natur sind unsere stetigen Begleiter.

Wanderin mit Rucksack steht an einem Bergbach im Sperrbachtobel, umgeben von steilen Felswänden und grüner Vegetation unter blauem Himmel.

Die perfekte Mischung aus anspruchsvollen Wanderungen & traumhaften Orten

Bereits nach dem ersten Tag merken wir, diese Tour hält, was sie verspricht. Jede Etappe hat ihr eigenes Flair mit der perfekten Mischung aus Auf- und Abstiegen. Eines meiner Highlights finde ich bereits auf unserer Wanderung nach Steeg. Man kann sie schon von Weitem sehen, die Holzgauer Hängebrücke im Lechtal. Imposant überspannt sie die Höhenbachtalschlucht, die man auf einer Länge von 200 m und einer Höhe von 110 m überquert. Wer sich auf leicht schwankenden Hängebrücken etwas unwohl fühlt, kann diese auch ohne Umwege umgehen. Ein weiteres Highlight erwartet mich auf unserer Wanderung nach Lech. Hoch hinaus geht es bereits am Anfang mit der Galzig und Vallugaseilbahn auf eine Höhe von 2800 m. Von dort oben hat man einen beeindruckenden Blick auf die Lechtaler, Ötztaler und Allgäuer Alpen. Nach einem anspruchsvollen und steilen Abstieg sehen wir von Weitem bereits den anfangs eher unscheinbaren Knoppigsee.

Je näher wir diesem kommen, desto schöner wird er. Das türkise, klare Wasser verzaubert uns und wir entscheiden uns für eine kleine Rast, um uns für den steilen Aufstieg zu stärken. Mein Tipp: Ich empfehle, immer Wanderstöcke mit in den Rucksack zu geben. Besonders für die anspruchsvollen Abstiege sind diese von Vorteil. Nach jeder zurückgelegten Etappe erwarten uns traumhafte kleine Örtchen. Besonders Vorarlberg zieht mich in seinen Bann. Sowohl das schöne Lech als auch Warth verzaubern mich. Nette kleine Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein und wir werden überall herzlich empfangen. Besonders am Abend nach einem anstrengenden Wandertag freuen wir uns auf nette Gespräche, gutes Essen und entspanntes Flanieren durch die Ortschaften.

Zwischen Gastfreundschaft & Alpenkulinarik

Was darf auf einer Wanderung nicht fehlen? Richtig, die wohlverdiente Hütteneinkehr. Täglich studieren wir beim Frühstück unser Routenbuch mit den Hinweisen auf die empfohlene Hütte. Hoch oben laden sie ein, um sich zu stärken und die Ruhe zu genießen. Die Kemptner Hütte im Allgäu auf unserer Etappe nach Steeg sieht man bereits von Weitem und wir freuen uns auf eine herzhafte Jause. Die große Terrasse heißt einen herzlich willkommen und wir genießen die Sonnenstrahlen bei netten Gesprächen mit den Mitarbeitern und anderen Wanderern.
Auf unserer Wanderung nach St. Anton, vorbei an neugierigen Kühen, Eseln und Pferden, begrüßt uns die Leutkircher Hütte. Nach diesem steilen Aufstieg haben wir uns etwas Süßes verdient und durchstöbern die Kuchenauswahl. Sehr zu empfehlen ist der hausgemachte Apfelstrudel mit Vanillesoße, um die Energiespeicher für den Abstieg aufzufüllen.

Zwei Dessertteller auf einem Holztisch mit Apfelstrudel und Schokoladenkuchen vor der Berglandschaft der Allgäuer und Lechtaler Alpen.

Kaiserwetter auf der Königsetappe

Das Wetter lässt uns nicht im Stich und wir starten jeden Tag bei herrlichem Kaiserwetter. Blauer Himmel, warme Sonnenstrahlen und das Geplätscher von Bächen begleiten uns. Auf unserer dritten Wanderung, der sogenannten Königsetappe von St. Anton nach Lech, erwartet uns der Arlberg Trail. Heute geht es einmal andersherum. Zuerst steil bergab und danach steil bergauf. Belohnt werden wir mit traumhaften Bergpanoramen. Es lohnt sich, hin und wieder auch einen Blick zurückzuwerfen, um die Aussicht in sich aufzunehmen.

Auf dem letzten Stück von der Stuttgarter Hütte zur Rüfikopfseilbahn passieren wir eine große, freundliche Schafherde, die wohl so von uns begeistert ist, dass sie uns ein Stück begleitet. Wir wandern durch blumige Wiesen der Seilbahn entgegen und es riecht nach Sommer und frischer Bergluft. Mit der Seilbahn geht es dann bergab, dem Ort Lech entgegen, wo wir den anspruchsvollen Tag gemütlich in einer Pizzeria ausklingen lassen.

Zwei Wanderer stehen auf felsigem Gelände an der Valluga und blicken auf schroffe Gipfel der Allgäuer und Lechtaler Alpen unter blauem Himmel.

Genussvoller Start am letzten Etappentag

Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem Hotel in Lech freue ich mich heute auf einen entspannteren Tag. Ein willkommener Ausgleich zu den anspruchsvollen Etappen ist daher die idyllische Wanderung nach Warth. Da die Strecke heute nur 11 km mit wenigen Höhenmetern hat, lassen wir uns Zeit und genießen die schönen Wanderwege entlang der Bergflanken und durch Höhenwälder. Hier lässt es sich mein Bruder nicht nehmen, einen Sprung in den kühlen Fluss zu machen. Eine willkommene Abkühlung an diesem warmen Sommertag. Angekommen in Warth genießen wir den restlichen Tag an dem kleinen See direkt am Ortsrand mit einem Picknick.


Am letzten Wandertag starten wir frisch gestärkt mit einem ausgewogenen Frühstück zurück nach Oberstdorf. Direkt vom Hotel geht es hoch hinauf über den Panoramaweg zurück zur Landesgrenze nach Bayern. Das obligatorische Foto am Grenzstein darf natürlich nicht fehlen, um unsere erfolgreich gemeisterte Tour auch bildlich festzuhalten. Angekommen in Oberstdorf lassen wir alles noch einmal Revue passieren und sind stolz darauf, diese schöne und anspruchsvolle Wanderreise gemeistert zu haben.

Wanderin mit Rucksack und Wanderstöcken steht auf grüner Almwiese mit Blick auf Berggipfel in den Allgäuer Alpen unter blauem Himmel.
Steiniger Wanderweg durch grüne Almwiesen mit Berggipfeln in den Allgäuer Alpen unter blauem Himmel mit weißen Wolken.

Mein Fazit:

Wer die Berge liebt und anspruchsvolle Etappen als Herausforderung sieht, wird diese Tour genauso wie ich in sein Herz schließen. Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und eine gute Grundkondition sollten jedoch gegeben sein. Es erwarten Sie traumhafte Bergkulissen, anspruchsvolle Auf und Abstiege und herzliche Menschen, sowohl auf den Hütten als auch in den Übernachtungsorten. Die Allgäuer und Lechtaler Alpen bleiben mir in sehr positiver Erinnerung und ich freue mich bereits jetzt auf meine nächste Tour.

Mein Lieblingsplatz:

Nach einem anspruchsvollen Abstieg auf dem Arlberg Trail erblicke ich ihn bereits aus der Ferne, den Knoppigsee. Versteckt inmitten der beeindruckenden Bergwelt liegt er. Ich setze mich auf einen Stein direkt am Ufer und blicke in das türkisfarbene, kristallklare Wasser. Rundherum nur absolute Stille. Hier kann ich perfekt abschalten, die Gedanken schweifen lassen und nur jetzt in diesem Moment sein. Die Farbe des Wassers verzaubert mich und ich freue mich, diesen Augenblick gemeinsam mit meinem Bruder und seiner Freundin genießen zu dürfen. Was für ein schöner Moment.

Wanderer mit blauem Rucksack sitzt auf Felsen am türkisen Bergsee in den Allgäuer und Lechtaler Alpen, umgeben von dramatischen Felswänden.
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