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Wandern an der atemberaubenden Cinque Terre

Unterwegs auf unserer Wanderreise: Marscha Büsing teilt ihre Erfahrungen
Dorf Vernazza in Cinque Terre auf felsiger Halbinsel mit bunten Häusern und Turm, eingerahmt von Agaven. Blaues Mittelmeer und Berge sichtbar.

Wie schön ein Wanderurlaub in Italien sein kann, zeigt der Reisebericht von Marscha Büsing. Die Prokuristin unseres Partners Rückenwind Reisen war auf unserer neuen Wanderreise durch Ligurien und die Cinque Terre unterwegs und hat ihre schönsten Eindrücke mitgebracht.

Freuen Sie sich auf beeindruckende Küstenwege , charmante Fischerdörfer wie Vernazza und Manerola, traumhafte Ausblicke und wertvolle Tipps aus erster Hand. Viel Freude beim Lesen und Inspirierenlassen!

Dorf Vernazza in Cinque Terre auf felsiger Halbinsel mit bunten Häusern und Turm, eingerahmt von Agaven. Blaues Mittelmeer und Berge sichtbar.

Ankunft in Camogli

Zunächst möchte ich erwähnen, dass zwischen Buchung und Abreise nur wenige Tage liegen. Eurohike organisiert in kürzester Zeit alles, sodass wir uns direkt um die Flüge kümmern können. Für die Anreise wählen wir Genua als Zielflughafen. Allerdings kommt unser Gepäck nicht gemeinsam mit uns an, vermutlich eine der Schattenseiten einer kurzfristigen Buchung mit knappen Umsteigezeiten. Nach der Meldung des Gepäckverlusts verläuft jedoch alles reibungslos. Bereits am nächsten Vormittag wird es uns ins Hotel geliefert. Glücklicherweise startet diese Tour ohnehin mit einer Rundwanderung, sodass der verspätete Koffer unsere Reisepläne kaum beeinflusst.

Hafen von Camogli mit Booten im türkisfarbenen Wasser, bunten Gebäuden am Ufer, Kirchturm und Berg im Hintergrund.

Zwischen San Fruttuoso und Portofino

Unser Tag startet ruhig und entspannt, da wir noch auf unser Gepäck warten. Gegen späten Vormittag können wir uns endlich zur Wanderung umziehen. Da es nun schon etwas später ist, entscheiden wir uns, ein Stück der Strecke mit dem Schiff zurückzulegen. Von Camogli aus fahren wir mit dem Boot zur Bucht San Fruttuoso, sodass wir einen Teil der Wanderung abkürzen können.

Die Bucht San Fruttuoso ist wirklich ein ganz besonderer Ort, malerisch gelegen und ideal für eine Mittagspause. Wer gerne schwimmt, sollte auf dieser Reise unbedingt Badesachen dabeihaben, denn in den Orten gibt es immer wieder Gelegenheiten, sich im Meer zu erfrischen. Die Wanderung führt über rund 700 Höhenmeter im Auf- und Abstieg bis nach Portofino. Der Weg beginnt mit einem Anstieg auf schattigen Wanderwegen aus der Bucht heraus. Danach verläuft die Strecke in einem Auf und Ab entlang des Hangs bis zum kleinen Ort Prato. Von dort geht es bergab nach Portofino.

In Portofino angekommen, erwartet uns erneut ein malerisches Fischerdorf mit bunten Häusern, allerdings mit einem Hauch von Glamour. Der Ort wirkt wie ein Treffpunkt der „Schickeria“ und ist gut besucht, vor allem von Tagesausflüglern. Für den Rückweg nehmen wir den Bus nach Santa Margherita Ligure. Dieser ist allerdings sehr voll. Daher mein Tipp: Wer es entspannter mag, sollte sich frühzeitig über Schiffsverbindungen informieren. Es gibt auch Fährverbindungen von Portofino zurück nach Camogli.

Bunte mediterrane Gebäude in Gelb, Orange und Rosa umgeben einen Kopfsteinplatz in Portofino mit Luxusgeschäften und Kirchturm.

Eine der schönsten Wanderungen der Reise

Wir starten den Tag mit einer kurzen Zugfahrt nach Rapallo. Von dort aus geht es mit der Seilbahn (Funivia) hinauf zur Wallfahrtskirche Madonna di Montallegro. Nach einem kurzen Blick auf die Kirche folgen wir dem Wanderweg, markiert mit zwei roten Quadraten.

Diese Etappe zählt für mich zu den schönsten der gesamten Reise. Der Weg führt durch einen schattigen Steineichenwald, über offene Felsterrassen hoch in den Bergen und bietet atemberaubende Ausblicke auf die Küste. Danach wechselt die Landschaft in bunte Blumenfelder, Kastanienwälder und Olivenhaine. Der Abstieg nach Chiavari ist mit knapp 800 Höhenmetern zwar lang, aber landschaftlich sehr reizvoll. In Chiavari angekommen, gönnen wir uns erst einmal eine Abkühlung im Meer. Nach dem Abendessen bringt uns der Zug nach Sestri Levante, wo wir im Hotel Marina übernachten.

Panoramablick auf die italienische Riviera mit Villen, Zypressen und einem Kreuzfahrtschiff auf blauem Wasser. Berge in der Ferne sichtbar.

Zwischen Traumstrand und Altstadtflair

Die Temperaturen sind nochmal deutlich gestiegen und wir gönnen uns eine wohlverdiente Pause am Meer. In den Küstenorten gibt es zahlreiche Strandabschnitte mit sogenannten Bagni, wo man gegen Gebühr Sonnenschirme und Liegen mieten kann. Bei der Hitze ist das eine lohnenswerte Investition, auch wenn man natürlich ebenso gut kostenfrei am Strand liegen kann.

Am Vormittag schlendern wir zunächst gemütlich durch den charmanten Ort Sestri Levante. Danach entscheiden wir uns für einen besonders schönen Abschnitt, den Bagni La Lampara. Eine gute Wahl, denn der Platz ist liebevoll gestaltet. Es gibt Pflanzen, eine kleine Wäscheleine zum Trocknen der Badesachen und saubere Duschen. Auch das Essen vor Ort ist sehr gut. Ein rundum gelungener Tag.

Straßenansicht in Sestri Levante mit bunten italienischen Häusern, verzierter Straßenlaterne, Metallmarkise und hohen Palmen unter blauem Himmel.
Panoramablick auf die Cinque Terre Küste mit steilen Klippen, terrassierten Hängen und türkisfarbenem Mittelmeer unter blauem Himmel.

Mein Fazit

Insgesamt ist unsere Reise geprägt von Spontanität. Nicht nur die Planung erfolgt kurzfristig, auch vor Ort bietet sich viel Flexibilität, um den Tagesablauf individuell zu gestalten. Dank der guten Anbindung mit Zug und Schiff lassen sich Etappen problemlos anpassen oder abkürzen. Alle Wanderwege dieser Tour sind naturbelassen und wunderschön. Sie führen über Wurzeln, Steine und natürliche Felstreppen, weshalb gutes Schuhwerk, ausreichend Wasser sowie eine gewisse Trittsicherheit empfehlenswert sind. 

Besonders angenehm ist, dass wir jeweils zwei Nächte im selben Hotel verbringen. Das reduziert das Kofferpacken und schafft Raum für spontane Anpassungen, sei es für eine zusätzliche Wanderung oder einen entspannten Tag am Meer. Die Kombination aus aktiven Wanderungen, malerischen Küstenorten und erholsamen Stunden am Meer macht diese Reise für uns zu einem besonderen Erlebnis. Auch die Organisation durch Eurohike sowie der Gepäcktransport verlaufen während der gesamten Reise einwandfrei.

Vielen Dank für eine schöne Zeit.

Auf nach Levanto: Zeit für Meer & Erholung

Heute heißt es wieder Koffer packen. Ein neuer Wandertag steht bevor. Mit dem Zug fahren wir von Sestri Levante nach Framura. Vom Bahnhof aus folgen wir zunächst einem Tunnel und steigen anschließend über eine Treppe bergauf. Die heutige Etappe umfasst etwa 250 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Auf steinigen Pfaden werden wir erneut mit herrlichen Ausblicken belohnt.

Ein kleiner Wasserfall und Bachlauf kreuzen unseren Weg, eine willkommene Gelegenheit, die Füße im kühlen Wasser zu erfrischen. Hinter dem Bach steigt der Weg auf der gegenüberliegenden Seite in steilen Kurven an. Danach geht es auf einem schattigen Waldweg bergab in Richtung Bonassola. Die Temperaturen klettern wieder über die 30-Grad-Marke. Deshalb entscheiden wir uns, die Wanderung dort zu beenden und den restlichen Tag entspannt am Meer ausklingen zu lassen.

Tiefblaues Mittelmeer mit felsiger Küste und grüner Vegetation in Cinque Terre. Klares türkisfarbenes Wasser nahe dem Ufer.

Die Cinque Terre vom Wasser aus entdecken

Da der Wanderweg zwischen Vernazza und Monterosso aktuell gesperrt ist, entscheiden wir uns, die Cinque Terre per Schiff zu erkunden. Ein Tagesticket kostet 42 Euro und ermöglicht es, mehrere Orte bequem vom Wasser aus zu besuchen. Monterosso, Vernazza, Manarola und Riomaggiore. Corniglia wird nicht angefahren, da es auf einer Anhöhe liegt. Wer möchte, kann sogar bis La Spezia weiterfahren.

Wir wählen das Tagesticket und beginnen unsere Tour in Riomaggiore dem letzten Ort der Cinque Terre. Die Fahrt dorthin ist bereits ein Erlebnis. Die Fähre hält unterwegs an den anderen Dörfern, so dass wir fantastische Fotos vom Meer aus machen und erste Eindrücke sammeln können. In Riomaggiore lassen wir uns Zeit, genießen ein leckeres Mittagessen und fahren anschließend weiter nach Manarola. Dieser Ort begeistert uns mit seiner malerischen Bucht und den eindrucksvollen Felsen. Wir gönnen uns ein erfrischendes Bad – einige Mutige springen sogar von den Felsen ins Wasser. Es sieht nach viel Spaß aus und ist wirklich beeindruckend. Zum Abschluss des Tages unternehmen wir noch eine längere Schifffahrt nach Porto Venere, bevor es zurück in unserem Übernachtungsort Levanto geht.

Bunte Häuser von Riomaggiore in Cinque Terre auf felsigen Klippen über blauem Wasser, mit terrassierten grünen Hängen im Hintergrund.

Die Cinque Terre entdecken

Nach einem ausgiebigen Frühstück starten wir wieder mit dem Zug. Es geht von Levanto nach Corniglia. Die Fahrt ist kurz, und vom Bahnhof aus geht es entweder zu Fuß oder mit dem Shuttlebus hinauf in den Ort. Wir entscheiden uns für den Aufstieg zu Fuß. Corniglia begeistert uns erneut. Jeder Ort der Cinque Terre hat seinen ganz eigenen Charme und es scheint, als würde jeder neuer Ort den vorherigen noch übertreffen. Vom Ortszentrum aus beginnen wir unsere Wanderung nach Vernazza. Den hätten wir am Vortag unternommen aber durch unsere Schiffstour unternehmen wir diesen am heutigen Tag. Für diese Etappe benötigen wir ein Ticket, da der Wanderweg gebührenpflichtig ist. Wir entscheiden uns für die Cinque Terre Card (32,50 Euro für dem Tag), mit der sowohl die Wanderwege als auch alle Zugverbindungen zwischen den Dörfern abgedeckt sind – sehr praktisch. Der Weg führt zunächst entlang einer alten Steinmauer und eines kleinen Bachs. Danach beginnt der Anstieg. Um der größten Hitze zu entgehen, sind wir früh gestartet, doch schon um 09:00 Uhr zeigt das Thermometer 27 Grad. Trotz der Hitze genießen wir die Wanderung – auch wenn wir ordentlich ins Schwitzen kommen.

Es herrscht eine Hitzewelle in Italien, die für Juni wohl auch eher ungewöhnlich ist. Dennoch: Dank der vielen Alternativen und Flexibilität bleibt die Reise wunderschön und absolut empfehlenswert. Unterwegs entdecken wir eine kleine Raststation mit frischem Obst, Gemüse, kühlen Getränken und der Möglichkeit, unsere Wasserflaschen aufzufüllen. Der Platz liegt traumhaft über der Bucht – ideal für eine Pause im Schatten, die uns sehr guttut. Am Ende unserer Wanderung erreichen wir Vernazza – ein Ort, der all unsere Erwartungen erfüllt. Mit seinen bunten Häusern, dem kleinen Hafen und den engen Gassen wirkt er wie aus einem Bilderbuch. Genau so haben wir uns die Cinque Terre vorgestellt. Allerdings merken wir deutlich, dass Wochenende ist: Die Gassen sind voller als an den Tagen zuvor, und die Besucherzahlen steigen spürbar. Daher ein kleiner Tipp für alle, die eine ähnliche Reise planen: Es lohnt sich, die Reisedaten so zu legen, dass die letzten Tage in der Cinque Terre nicht auf ein Wochenende fallen. Unter der Woche ist es deutlich entspannter, und man kann die Schönheit der Orte noch intensiver genießen.

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