Wie entsteht eine neue Eurohike-Reise?

…Zunächst mit einer guten Idee und dann mit sehr viel Arbeit.

Die Toskana war für Eurohike seit langem ein interessantes Ziel, das endlich umgesetzt wurde! Irgendeine fertige Wanderreise abzuschreiben ist für uns keine Option, denn die Eurohike-Reisen müssen ganz spezielle Features haben, die nirgendwo anders vorhanden sind. Deshalb ist unsere Christina für Sie unterwegs und testet die besten Wanderwege und die ideale Routenführung. Wie eine Eurohike Reise entsteht, hat sie für uns zusammengefasst:

Recherche und Detailplanung

Alles beginnt mit einer Idee, darauf folgt die Recherche-Arbeit: Dazu gehört die Bestellung von Karten, Führern und allem verfügbaren Material. Steht erstmal ein grundlegender Plan, wie die Wegführung von Florenz durch den Chianti ans Meer, beginne ich die Details einer möglichen Route zu errechnen: wieviel Wegstrecke, Höhenmeter und welche technischen Schwierigkeiten sind zu erwarten? Auf diese Weise habe ich die Toskana bereits mit dem Mauszeiger kreuz und quer erforscht, um eine genaue Idee zu bekommen, wo man denn (hoffentlich) schön wandern kann.

Mit diesem Plan als Grundlage geht es weiter mit organisatorischen Details. Schließlich müssen auch die Logistik, die Hotelstruktur, die Übernachtungsorte und der zuverlässige Gepäcktransfer passen.

Und dann geht’s ans Eingemachte: Ich fahre ans Ziel und probiere alles aus. Und zwar wirklich alles! Vor Ort finde ich oftmals ganz andere Wege vor als jene, die in der Karte eingezeichnet waren...oder aber ich finde keine Wegweiser und keine Markierungen, wie es in der Toskana der Fall war - da ist dann Flexibilität gefragt!

Immer wieder muss ich feststellen, dass einige der geplanten Wege überhaupt nicht möglich oder unzumutbar sind!

Bevor ich eine endgültige Entscheidung treffe, welche Variante die beste ist, muss ich es einfach ausprobieren. Unsere Gäste auf gut Glück in irgendwelche auf der Karte eingezeichneten Wegnummern zu schicken, das machen wir nicht!

Ausführliche Routenausarbeitung

Da ich vielfach „Neuland“ beschreite, sind die Entdeckungstouren oftmals abenteuerlich: immer wieder stehe ich vor Zäunen, gesperrten Wegen, Privatgebiet oder muss die Schuhe ausziehen und durch Bäche waten. Trotz Navigation mit GPS und Karten ist die Orientierung manchmal unmöglich. Was wie ein gemütlicher Pfad beginnt, kann zum Klettersteig werden oder im Graben enden.

Wenn unsere Gäste in den Übernachtungsorten ankommen, erwarten sie dort wunderschöne Hotels und landestypisches Flair. Auch das gehört natürlich zu einer Wanderreise! Die Hotels werden von mir vor Ort und später von den „Mitarbeitern on Tour“ besucht und getestet.

Zusätzlich mache ich genaue Wegbeschreibungen zu den Hotels, sodass unsere Gäste nach einer Wanderung auch direkt dorthin finden - das wird von unseren Gästen besonders geschätzt.

 

Die Übernachtung in den 3- oder 4-Stern Hotels ist auch für mich ein Highlight der Erkundungs-Reisen. Besonders die verlockenden Frühstücksbuffets mit cremigem Cappuccino und duftenden Croissants machen mir immer wieder Freude. In der Toskana werden Freunde von Süßgebäck, Kuchen, Torten und Croissants in jedem Falle verwöhnt!

Die Übernachtungsorte durchstreife ich dann um zu überprüfen, ob sie für unsere Eurohike-Wanderer etwas Sehenswertes, Essenswertes und Erlebenswertes bieten. Greve und Castellina in Chianti sind bezaubernd: Cafés und Bars auf der Piazza und in den Laubengängen locken zum Erkunden und Einkehren. In Siena hat mich die prachtvolle Fassade des Doms und das geschäftige Treiben an der Piazza del Campo beeindruckt...aber auch alle anderen Orte der Toskana-Reise sind wirklich fantastisch! So kann ich auch ein wenig das italienische Flair aufsaugen und vielleicht noch ein paar Insider-Infos von den Einheimischen einholen.

Erlebnisreiche Erkundungstouren

Die herrlichen Palazzi, uralten Kirchen, Castelli und Stadtmauern sind wirklich umwerfend. Besonders schön ist San Gimignano spätabends und frühmorgens. Dann ist es still und es drängen sich keine Touristenmassen in den Gassen. Wirklich überrascht hat mich der relativ unbekannte Ort Colle Val d´Elsa. Er liegt in der Nähe von touristischen Hotspots wie Siena und San Gimignango und ist mindestens genauso reizvoll und dabei viel ruhiger und ursprünglicher. Mit einem Aufzug fährt man durch die Gewölbe hinauf in die Altstadt und durchwandert dort die komplett erhaltene Festungsanlage - echt ein Geheimtipp!

Nach der aufregenden Erkundung eines Weges entlang der alten Bahntrasse von der Etruskerstadt Volterra Richtung Meer, komme ich schließlich in Cecina Marina an der tyrrhenischen Küste an! Hier natürlich erstmal ein Sprung ins Meer und dann ein Gelato Artigianale (hausgemachte Eiscreme).

Die abschließende Wanderung durch die Pineta von Cecina hat mich begeistert: Unendliche Pinienwälder direkt am Strand mit angenehmen Pfaden und Wegen auf weichem Naturboden, exotische Strandvögel und schattige Rastplätze. Hier ist man nur wenige Schritte vom Meer entfernt und kann jederzeit einen Sprung ins Wasser wagen oder durch den Sand zurückspazieren.

Es gibt sogar ausgezeichnete Strände für Hunde, deren „Tauchgänge“ genauso sehenswert sind, wie die akrobatischen Übungen der Wellenreiter. Hier kann man Stunden verbringen und dem Wellenrauschen zuhören.

Wenn die ganze Reise ausgiebig erkundet ist und alle Daten (GPS, Fotos, Ideen, Infomaterial, Fahrpläne) eingesammelt sind, geht es wieder nach Hause. Erstmal ausruhen!

Nachbesprechung und Fazit

Dann geht es zurück ins Büro, um meinen Erfahrungsbericht und die Details zu besprechen. Wie wird die Reise ganz konkret ausgeschrieben, in welchen Übernachtungsorten wird Station gemacht und welche Strecken bzw. Schwierigkeitsgrade werden in den Katalog aufgenommen? Daraufhin werden Fotos sortiert, GPS Tracks bearbeitet, Höhenprofile gezeichnet, Distanzen errechnet und Texte verfasst. Es ist also noch eine große Portion Arbeit im Hintergrund zu erledigen.

Reisen ist schön, spannend und abenteuerlich... die Reiseausarbeitung dafür immer wieder eine Herausforderung, besonders in so „exotischen“ Wanderregionen wie der Toskana.

Aber schlussendlich hat sich der Aufwand gelohnt: Eine neue wunderbare Eurohike-Wanderreise ist entstanden, die in Zukunft hoffentlich vielen Wanderern Freude bereiten wird.

Die Toskana Wanderreise ist landschaftlich malerisch und die Orte sind umwerfend. Wer liebliche Weinhügel, Olivenhaine und Eichenwald liebt, gerne auf guten Wegen durch einsame Hügelgebiete mit typischen Steinhäuschen wandert, ist hier genau richtig. Alpine Steige und farbig markierte oder überlaufene Wanderwege finden Sie hier keine. Dafür das eine oder andere versteckte Kleinod, wie die Wasserfälle des Strolla und die alten Salzhandelswege nach Volterra. Inmitten toskanischer Hügellandschaft wie aus dem Bilderbuch, erleben Sie einsame Wälder, Pinienhaine und historische Hintergründe aus der Zeit der Etrusker, Römer und des Mittelalters. Natürlich kommt auch der Genuss von köstlichem Chianti-Wein, Espresso Italiano, und Spezialitäten wie Ribollita (deftige Gemüsesuppe), Wildgerichten und dem Sieneser Panforte (Gewürzkuchen) nicht zu kurz. 

Schlendern Sie nach den Wanderungen unbedingt durch die Seitengassen der hübschen Orte, setzen Sie sich und beobachten Sie das Leben – ein Espresso in der Bar Centrale gehört zum Stile Italiano einfach dazu!

Ich wünsche Ihnen wunderbare Wandertage in der Toskana,

Eure Christina

Robi auf dem Fahrrad
Theresa Badinger
Bei der Planung Ihrer Wanderreise in der Toskana helfe ich Ihnen gerne!
Theresa Badinger, Stv. Leitung Kundenberatung
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