Unsere Tipps für Schlechtwetter

"Ihr seid ja nicht aus Zucker!" hat liebe Omama immer gerufen, wenn wir früher als Kinder bei den ersten Regentropfen kreischend und aufgeregt von draußen ins Haus gerannt sind. Und recht hatte Sie: Nicht an jedem Tag scheint die Sonne, das eine oder andere Wölkchen oder gar mieses Regenwetter kann die Wanderfreude durchaus trüben.

Doch Ausreden zählen nicht - mit unseren Schlechtwettertipps überbrücken Sie auch vom Wettergott nicht begünstigte Etappen bestens.

 

1. Wetterfeste Kleidung

Wie heißt es so schön: "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Bekleidung". Da ist wohl etwas dran! Im Rucksack immer mit dabei sein sollte eine qualitativ wirklich gute, wasserabweisende Regenjacke bzw. Funktionsjacke. Idealerweise natürlich atmungsaktiv. Mit einer Regenhose ergänzt und im "Zwiebelprinzip" mit weiteren wärmenden Schichten darunter, kann einem auch stärkerer Regen nur wenig anhaben. Ersatzkleidung zum Wechseln schadet nie!

2. Gutes Schuhwerk

Den selben Qualitätsanspruch sollten Sie auch an Ihre Wanderschuhe haben. Wasserdicht sollten Sie auf alle Fälle sein, achten Sie auch auf rutschfeste Sohlen mit gutem Profil. Gerade bei feuchtem oder nassem Untergrund reicht eine kleine Unachtsamkeit, und schon kommt man ins gefährliche Rutschen. Und ja: Auch ein Wanderschuh hat ein "Ablaufdatum"! Nicht nur der Grip läuft sich nach etlichen Wanderkilometern ab, auch die Sohle kann über die Jahre härter und dadurch rutschiger werden.

Die richtigen Wanderschuhe bei Schlechtwetter

3. Regenhülle für den Rucksack

Damit es zu keinen unliebsamen Überraschungen bei der ersten Pause kommt: Denken Sie auch an den Regenschutz für Ihren Rucksack! Fast jeder moderne Rucksack hat eine Regenhülle dabei, meist einfach zum Rausnehmen und Drüberziehen. Lieber bei den ersten Regentropfen gleich verwenden, als immer wieder zuwarten und dann sind Jause und Ersatzkleidung gleichermaßen durchweicht.

4. Check von Einkehrmöglichkeiten

Der erfahrene Wanderfreund orientiert sich bereits vor dem Start, checkt die Route und wirft auch einen genaueren Blick auf die Eurohike Reiseunterlagen oder die Karten. Dort sind mitunter auch Tipps zur passenden Einkehrmöglichkeiten dabei, wo etwa ein Regenschauer angenehm überbrückt werden kann. Sollte morgens schon eine längere Schlechtwetterphase am Tag absehbar sein, so hat Ihr Quartiergeber bestimmt einen passenden Ratschlag für mögliche "Pausenorte" parat.

5. Wetter im Auge behalten

Wettervorhersagen in TV, Radio oder die Handy-App geben Orientierung, eine Einschätzung von Einheimischen oder an der Rezeption ist aber meist Goldes wert. Bleiben wir realistisch: Es gibt einfach Tage, an denen es angebracht ist, sich nicht auf den Weg zu machen. Dann sollte man am besten einen Transfer in den nächsten Übernachungsort ins Auge fassen. Oft reicht es aber auch, ein, zwei Stunden später loszuwandern, um dem Schlechtwetter ein Schnippchen zu schlagen.

6. Die wohlig-warme Dusche danach...

Wenn Sie der Regen trotzdem voll erwischt hat und auch die beste Regenbekleidung nicht mehr standgehalten hat: Lassen Sie sich nicht unterkriegen, versuchen Sie es mit einem Lächeln auf den Lippen und freuen Sie sich auch über diesen einen, vielleicht nicht einfachen, aber wahrlich herausfordernden Tag! Denken Sie einfach an die wohlig-warme Dusche danach, an die herzhafte Mahlzeit in der trockenen, gemütlichen Stube und an die eigene lobenswerte Fähigkeit, dem miesen Wetter zu trotzen und sich von ein paar Regentropfen nicht die Freude am Wandern nehmen zu lassen!